Fodmap's

  • Hallo zusammen.

    Ich möchte hier mal das Thema Fodmap's („fermentable oligo-, di-, monosaccharides and polyols https://de.wikipedia.org/wiki/FODMAP) ansprechen. Vor einiger Zeit stieß ich da auch nur rein zufällig darauf, selbst Ärzte hatten das bei mir nie thematisiert oder mich zumindest darauf aufmerksam gemacht.


    Bei mir war es so, das ich schon immer leicht ernährungssensibel reagierte. Aber auf unterschiedliche Dinge, teilweise auf Fruchtzucker, auf Lactose, irgendwie auch auf Weizen. Aber nichts davon hatte bei mir die "typischen" Beschwerden wie Durchfall, Bauchkrämpfe, usw. Trotzdem merkte ich, das mein Körper darauf reagierte. Mit Hautproblemen, mit verstärkter Müdigkeit, mit Entzündungen. Es waren eher unspezifischer Symptome, aber ich hatte den Eindruck das manche Lebensmittel meinem Körper irgendwie zu Schaffen machen.

    Ich ging viele Jahre von Arzt zu Arzt, musste mir anhören "Mit Ernährung haben die Symptome nichts zu tun" oder (Von einem Gastroenteorologe!) "Wenn Sie kein Durchfall haben, dann haben Sie keine Unverträglichkeit" Ohne das ich überhaupt untersucht wurde ob vielleicht doch etwas vorliegt.


    Klar, es war keine Lactose-Intoleranz, keine Zöliakie und ich hatte nicht Mal Reizdarm oder ähnliches. Aber meine Beschwerden waren trotzdem da und ich hatte davor schon durch Auslassversuche eindeutig festgestellt, das die Beschwerden mit Ernährung in Zusammenhang standen. Ich kam nur nie auf einen gemeinsamen Nenner, weil das Weglassen von Lactose, Weizen, Fructose, usw. keine ausreichende Besserung brachte. Das Thema Fodmap's war dann der Schlüssel, der zufällig alle Lebensmittel vereinte auf die ich reagierte.


    Vor allem habe ich seit dem Vermeiden von Fodmap's auch eine Besserung meines psychischen Befindens festgestellt. Ich bin viel entspannter, weniger schnell gestresst oder gereizt, fühle mich psychisch stabiler und gefestigter. Ich hatte dazu auch den Test gemacht und wieder Fodmap's gegessen, bevor ich mir sicher war das es keine Einbildung ist. Eine genaue fachliche Erklärung dazu habe ich nicht. So viel ich weiß gibt es aber wohl auch einen Zusammenhang zwischen Darm und Psyche, in beide Richtungen.


    Mir war es mit dem Thread hauptsächlich wichtig, das Thema Fodmap's allgemein anzusprechen, für diejenigen die davon vielleicht auch noch nie etwas gehört haben wie ich damals. Vielleicht bringt es jemandem etwas auf das Thema Fodmap's aufmerksam zu werden.


    LG Kima.

  • ardnowa

    Hat das Thema freigeschaltet
  • huhu


    Ich bin gerade beim recherchieren über Sauerteig Brot/ Gluten auch über die fodmap gestolpert....


    Soweit ich das heraus gelesen habe wurde festgestellt das sehr viel der zuckerarten durch die lange Teig Führung von der Hefe bzw Milchsäurebakterien abgebaut wird...

    Genauso wird Gluten zum größten Teil aufgespalten und verursacht so weniger Verdauungsprobleme.....

  • Hey,


    Ich bin auch fest der Überzeugung, daß bestimmte Nahrungsmittel Probleme machen, auch wenn man keine direkten messbare Unverträglichkeiten hat.

    Ich bin auch gegen "nichts" allergisch aber Produkte mit viel Laktose tun mir gar nicht gut.


    Anderseits essen ich und meine Familie Getreideprodukte ohne Ende, bei uns in der Heimat gibt es hauptsächlich nur Carbs zum Essen.

    Weißbrot, Vollkorn, Hülsenfrüchte usw usw.

    Nachdem ich lange Zeit an Müdigkeit gelitten habe bin ich durch Recherchen auch auf dieses Thema gestoßen und habe angefangen einige Lebensmittel auszutauschen zum Test.

    Anstatt Brot habe ich Kartoffeln gegessen und versucht etwas Paleoprinzipien zu übernehmen... Es ging mir viel besser.. Dachte ich.

    Am Ende war das aber wirklich nur Einbildung, da ich immer noch ständig müde war und noch immer an denselben Dingen gescheitert bin. Es war nur sowas wie Motivation.

    Am Ende hatte ich einfach einen Vitamin D Mangel.

    Ich esse heutzutage öfters mal wieder Kartoffeln anstatt Brot, da ich mich damit leichter fühle und es gesünder ist.


    Kurzgefasst: man sollte rum probieren und schauen.

    Ich bin zwar kein Biochemiker, noch habe ich ernsthaft tieferes Wissen über gewisse Vorgänge im Körper aber so sind meine Erfahrungen.

    Meine gesamte Familie ist ganz gesund, keiner ist Übergewichtig und alle essen richtig foodmap-reich und mit vielen leeren Kalorien.

  • Hallo.

    Ich kann das mit den Beschwerden gar nicht genau erklären. Das viele Symptome von den Fodmap's (aber nicht nur!) kamen, merkte ich erst als ich sie vermied. Starke Müdigkeit war immer eine Gemeinsamkeit, sowohl von Laktose, wie auch von Fruktose. Auch Entzündungen der Haut mir Furunkeln oder kleinen Abszessen. Ich schob das immer auf den Zucker, daher hatte ich andere Fodmap's haltige Lebensmittel (diverse Gemüse oder Getreide) nicht in Verdacht, weil das für mich kein offensichtlicher Zucker war. Deswegen besserte es auch nichts, nur Laktose und Fruktose weg zu lassen.


    Gleichzeitig war ich unsicher, weil ich Symptome mäßig keine eindeutige Laktose Intolerantz, keine Fruktose Intoleranz, keine Zöliakie, usw. hatte. Aber ich war durch herum probieren auch sicher, das es irgendwas mit Laktose und Fruktose zu tun hatte.

    Psychisch merkte ich seit dem Verzicht auf Fodmaps eine enorme Besserung. Auch eine Verschlechterung, als ich wieder Fodmap's aß. Ich habe auch keine Magen-/Darm Geräusche mehr nach dem Essen. Das hatte ich immer für normal gehalten, weil ich die schon immer hatte.


    Ich habe gelesen, das Menschen die zu Entzündungen neigen, ob auf der Haut, in den Gelenken, oder auch autoimmun, "ernährungssensibel" sein können, ohne das man eindeutige Allergie- oder Intoleranz Symptome (Durchfall, Krämpfe) haben muss.


    LG Kima.

  • Hallo Kima,


    das klingt sehr interressant, ich denke ich werde mich einmal in das Thema einlesen und evtl. mal etwas ausprobieren.


    Wünsche dir einen schönen Tag


    LG senseless

    Dein Körper kann fast alles schaffen. Es ist dein Geist, den du überzeugen musst.

  • Ich möchte weiter an dem Thema dran bleiben, weil ich denke dass die Einschränkung des Themas "Fodmaps-Verzicht" auf das Thema "Reizdarm" falsch ist. Sondern Fodmaps weitläufigere/andere Auswirkungen haben, als nur auf einen Reizdarm.


    Es heißt zum Beispiel in einem Artikel:

    Kritik am FODMAP-Konzept

    Da­rüber hinaus sprechen nicht alle Reizdarmpatienten oder Menschen mit Magen-Darm-Beschwerden auf die Diät an.

    Ich habe bei mir (ohne Reizdarm) zum Beispiel durch den Fodmaps Verzicht eine positive Wirkung auf meine Psyche gemerkt.

    Entsprechend würde ich es für logisch halten, wenn genau das auch die positive Wirkung für den Reizdarm bringt. Da (meines Wissens) Reizdarm auch oft mit Stress und psychischer Belastung in Verbindung gebracht wird. Dass ein Fodmaps Verzicht nicht die Darmerkrankung direkt bessert, sondern die Psyche bessert und das widerum den Reizdarm bessert.


    Es ist nur ein Gedanke von mir (ohne Anspruch auf Richtigkeit) aber sollte das evtl. so sein, denke ich da noch über weitreichendere (positive) Auswirkungen nach.

    Zum Einen wegen dem (meines Wissens) Zusammenhang zwischen psychischer Belastung und dem Immunsystem. Zum Anderen weil eine psychische Belastung auch an sich mögliche Beschwerden oder anderweitige körperliche Folgen mit sich bringt.

    Wenn eine psychische Verschlechterung ernährungsbedingt begünstigt würde, könnten da (vermutlich) noch so viele Therapien, Psychopahrmaka und sonstige Hilfen den ernährungsbedingten Zusammenhang nicht ändern/bessern.


    Leider finde ich Fodmaps aber bisher nur in Zusammenhang mit der Wirkung auf Reizdarm.


    Gleichzeitig finde ich es kritisch, wenn es heißt man solle auf Fodmaps nur bei einer vorliegenden Darmerkrankung verzichten. Ohne es ausprobiert zu haben, wüsste ich gar nicht das es mir durch den Verzicht psychisch besser geht. Oder auch den Rat, man solle diese Diät nur mit Begleitung einer Ernährungsfachkraft durchführen. Eine Ernährungsfachkraft hätte mich ohne Reizdarm aber nie auf das Thema aufmerksam gemacht.

    Sehr kritisch finde ich z.B. solche Aussagen:

    So gibt es ohne das Vorliegen einer nachgewiesenen Lactoseintoleranz im Sinne einer Hypolactasie keine wissenschaftliche Begründung, die eine Reduktion oder gar Elimination von Laktose aus der Kost rechtfertigen würde.

    Von mir selbst kann ich der Aussage klar widersprechen.

    Laktose führt bei mir in eindeutigem direkten Zusammenhang zu Abszessen und/oder zu einer Entzündung von vorhandenen offenen Stellen. Ohne das ich eine Laktose Intoleranz habe bzw. es ausgeschlossen wurde das ich eine Intoleranz habe.


    Das Thema Fodmaps scheint (so kommt es mir vor) auch bisher nicht fachlich eindeutig geklärt zu sein.


    Ich hatte z.B. ein Bisschen Chili Soße im Essen, minimale Menge. Ohne zu Wissen das es Fodmaps enhätl. Der Rest des Essens war eindeutig sicher ohne Fodmaps. Mir ging es dadurch schon psychisch schlechter, ohne das ich den Zusammenhang vorher wusste. Aufgefallen war mir das erst, als es mir am nächsten Tag psychisch scheinbar grundlos wieder besser ging. Und die Verschlechterung passte zeitlich genau zu dem Bisschen Chili Soße im Essen.


    Vielleicht macht es auch irgendwas anderes im Darm, was sich dann auf die Psyche auswirkt. Ich weiß es noch nicht, da fehlen mir die Informationen dazu.

  • Hallo Kima,


    Du verzichtest also komplett auf Foodmaps und merkst, dass es dir psychisch besser geht?


    Wie genau muss ich mir das vorstellen, bzw. was hat sich in deinem Fall verändert?


    Und du isst laktosefrei auch wenn du keine Intoleranz bzw. Unverträglichkeit hast?


    Interessant finde ich da, dass du da einen Zusammenhang mit Entzündungen und Abzessen siehst.



    LG Venice

    Dein Körper kann fast alles schaffen. Es ist dein Geist, den du überzeugen musst.

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