Umwandlungsstörung?

  • Hallo an alle,


    Ich bin neu hier und freue mich, dass ich Euch gefunden habe. Ich habe noch nicht rausgefunden, wo ich diesen Fragebogen finden kann und deshalb auch nichts in "über mich" eingetragen.

    Mein Name ist Thomas, ich bin 46 Jahre alt. Bei mir wurde 2010 Hashimoto diagnostiziert und ich habe wie viele andere auch einiges an Dingen erlebt und durchgemacht. Kurz zusammengefasst habe ich 2014 einen ziemlichen Zusammenbruch erlebt, Burnout - vorher 2x Pneumothorax. Seit dem habe ich mein ganzes Leben umgekrempelt. Ich hatte bei dem Burnout viele Ärzte aufgesucht, Endokrinologen und andere Spezialisten, weil ich immer schon auch den Zusammenhang mit Hashimoto vermutet hatte. Leider wurde ich da nicht wirklich unterstützt.


    Ich habe seit vielen Jahren Probleme mit dem Darm, regelmäßige (alle 2-4 Wochen) Blut im Stuhl und bin deswegen natürlich auch regelmäßig coloskopisch untersucht worden. Ich habe mich viele Jahre eigentlich gar nicht mehr mit meiner Hashimoto beschäftigt und alles, was nicht gut ging, mehr oder weniger einfach akzeptiert. Doch jetzt bin ich an einem Punkt, wo mir klar geworden ist, dass ich eventuell jahrelang viel falsch gemacht habe - gerade in Bezug auf meine Ernährung. Aktuell habe ich viele Symptome einer Unterfunktion:


    - Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit

    - langsamer Puls

    - kalte Hände und Füße

    - trockene Hautstellen

    - Konzentrationsschwäche (tatsächlich fällt es mir gerade sehr schwer den Text hier zu schreiben)

    - häufiges Räuspern


    Meine aktuelle Medikation ist L-Thyroxin 125 - und das schon seit mehreren Jahren. Mein HA findet, ich bin super eingestellt und (ihr kennt das ja) kann keinen Zusammenhang zwischen Hashimoto und meinen Symptomen herstellen. Auch meine Frage, ob mein aktuelles Ergebnis der letzten Coloskopie (Colitis oder CED-Verdacht) seine Ursache in Hashimoto hat wurde verneint. Ich jedoch vermute, dass meine jahrelangen Probleme im Darm daher kommen und ich habe gerade angefangen, auf Gluten zu verzichten und selbst schon nach ein paar Tagen deutlich besser geht. Ich habe jetzt noch mal den Mut aufgebracht und mir in einer endokrinologischen Praxis in Neustadt an der Weinstraße einen Termin genommen (erst Anfang Dezember). Ich hoffe, dass sie den möglichen Zusammenhang zwischen all diesen Dingen herstellen...


    Aktuelles Labor von Ende August hat folgende Schilddrüsenwerte ergeben:


    Ft3 3,5 (2,1-4,3)

    Ft4 1,63 (0,93-1,7)

    TSH 0,78

    TPO-AK 58,5 (<34)


    Leberwerte und Cholesterin sind gut.

    Meine Vermutung ist jetzt aber, dass bei mir eventuell eine Umwandlungsstörung vorliegt und ich vielleicht eine Kombi aus t3 und t4 Präparaten nehmen sollte. Selen nehme ich zur Zeit auch keins ein. Nur Vitamin D als Suplementation.


    Ich wäre Euch sehr dankbar über eine kurze Einschätzung meiner aktuellen Laborwerte und ob ich mit meiner Vermutung vielleicht nicht so falsch bin....


    Danke und viele Grüße,

    Thomas

  • Moin Thomas :Wink:

    Willkommen im Forum.


    Stell Dich hier (klick) kurz vor, dann posten wir Dir den Fragebogen, oder Du schaust bei anderen Usern in der Vorstellung. Dort taucht er immer wieder auf.


    Grüße

    ardnowa

    „Wer nicht handelt, dem wird auch der Himmel nicht helfen.“
    - Sophokles -

  • Vielleicht noch als Ergänzung, bei meinem Laborbefund zu meiner Koloskopie am 08.08.22 waren die Neutrophilen Granulozyten leicht erhöht ( 81,3% Norm: 42,2-75,2).


    Bin mir nicht sicher, ob das an einer CED liegen könnte und daher meine ständigen Darmbeschwerden und Blutungen stammen....


    Danke für Eure Zeit und viele Grüße

    Thomas

  • Hallo Thomas!


    Deine Schilddrüsenwerte sind nicht so schlecht, als dass man darauf all zu viel schieben könnte.

    Sieht mir auch nicht wirklich nach Umwandlungsstörung aus.

    Auch passt das TSH mit den freien Werten ganz gut.


    Wie siehts denn mit der Schilddrüse sonst so aus? Gibt es einen Ultraschallbericht?

    Wurde mal das reverse T3 gemessen?


    Ich würde sagen, um dem Ganzen näher auf die Spur zu kommen, solltest Du die Werte, die ich im Basispaket aufgeführt habe, mal alle messen lassen.

    Vorschlag (Diag.)


    Ich würde keine große Hoffnung darauf setzen, dass ein "normaler" Doc Dir die Zusammenhänge aufzeigen kann.

    Das wäre mehr als ein 6er im Lotto:zwinkern:


    Was Du schon mal tun kannst, ist, die Tipps für den Alltag durchgehen und schauen, was für Dich da noch umsetzbar ist.

    Tipps zur Unterstützung der Gesundheit im Alltag


    Außerdem rate ich Dir dringend, folgenden Beitrag im Blog von HC durchzulesen und die Tipps schnell umzusetzen:

    Buchtip: "Rapid Virus Recovery" - Behandlung von Impfstoff-Toxizitäten & Covid-19 ausgelöst durch die Spike-Proteine (Thomas E. Levy, MD, JD) - H.C.'s Blog


    In folgendem Bereich des Forums findest Du auch noch ein paar Themen, die für Dich wichtig sind:

    Wichtige Informationen und Gesundheitsthemen


    z.B. Leber, Bindemittel, HPU etc.


    Ist am Anfang bisschen viel, was man sich aneignen muss, aber für unsere Gesundheit müssen wir selbst sorgen, das interessiert niemanden anders....



    LG Augenstern

    "Frage den Kranken, ob er bereit ist alles aufzugeben, was ihn krank macht.
    Erst dann darfst Du ihm helfen"

    (Sokrates)

  • Hallo und guten Morgen,


    Vielen Dank Augenstern, für die ausführliche Antwort!

    Ein Ultraschall wurde das letzte Mal vor mehr als 8 Jahren gemacht. Ich denke, das wird vielleicht alles noch mal bei dem neuen Endokrinologen gemacht. Danke auch für Deine Einschätzung meiner Werte. Es ist wirklich so wie Du sagst, darauf zu hoffen, einen Arzt zu finden, der all das in Zusammenhang bringt - eher unwahrscheinlich. Es ist nur so, dass mich das alles oft einfach auch nur überfordert.


    Ich werde jetzt aber zumindest mal mit dem Glutenverzicht weitermachen, da ich wirklich den Eindruck habe, dass es mir gut tut (vor allem dem Darm).


    Alle anderen Links werde ich mir nach und nach durchlesen und mich melden, wenn ich etwas nicht verstehen sollte. ;-)


    Danke für Eure tolle Arbeit und liebe Grüße

    Thomas

  • Ich werde jetzt aber zumindest mal mit dem Glutenverzicht weitermachen, da ich wirklich den Eindruck habe, dass es mir gut tut (vor allem dem Darm).

    Das kann durchaus ein wichtiger Punkt sein! Zieh das mal durch, schaden kann es zumindest nicht.


    Später kann man dann mit Biodinkel versuchen, ob das gehen würde. Da kenne ich einige, die das dann vertragen.



    Ein Ultraschall wurde das letzte Mal vor mehr als 8 Jahren gemacht. Ich denke, das wird vielleicht alles noch mal bei dem neuen Endokrinologen gemacht.

    Ein Endokrinologe ist heutzutage stark auf Diabetes fixiert und vergisst gern die Zusammenhänge. Was ihm Geld bringt, wird vorrangig gemacht.

    Ist auch nicht gesagt, dass er ein US-Gerät besitzt.

    Was grad auch die SD betrifft, ist man oft bei einem Radiologen besser bedient.

    Aber dort Vorsicht: die machen gern ein Szintigramm, weils ebenfalls Geld bringt.

    Das würde ich erst mal lassen und das Ergebnis des Ultraschalls abwarten.


    Vielleicht macht es Sinn, gleich nach Ultraschall zu fragen und den anzumelden!


    Außerdem lasse Dir alles immer schriftlich aushändigen, nicht schicken. Das wird gern "vergessen"....

    Wenn Du nämlich die Sachen schriftlich hast, können sie Dir nicht irgend einen Müll erzählen, bzw, im Fall der Fälle könntest Du klagen, weil Du nicht ordentlich behandelt wurdest.


    Es ist nur so, dass mich das alles oft einfach auch nur überfordert.

    Das ist verständlich, aber die Sache ist ja, dass Du Fehlbehandlungen etc. ausbaden musst.

    Deshalb macht es sinn, sich aufzuschlauen und auch in allen anderen Bereichen die Dinge so zu machen, dass sie Dir möglichst nicht schaden.

    Nicht einfach, aber machbar.



    LGA

    "Frage den Kranken, ob er bereit ist alles aufzugeben, was ihn krank macht.
    Erst dann darfst Du ihm helfen"

    (Sokrates)

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