Ist es Eisenmangel, Hypoxie ...?

  • Hallo Zusammen


    Ich würde euch gerne mal etwas fragen wegen einer Beschwerde, die ich zweitweise habe und ziemlich heftig ist. Fast immer fängt das um die Periode herum an. Der Ablauf ist immer der gleiche:

    Phase 1

    Meistens beginnt es mit Empfindungsstörungen in Händen und Füßen. Ich werde kreidebleich, habe Augenringe so schwarz wie Kohle, außen fühlt sich die Haut überall total kühl an, ich friere, habe Kopfschmerzen. So fängt es immer an.

    Phase 2

    Puls erhöht sich, ich beginne leicht zu hyperventilieren (darum hab ich dann das Gefühl, auf Watte zu gehen). Irgendwann, vermutlich auch weil ich zu stark atme, wird das zum Höllentrip. Bin dabei auch schon ohnmächtig geworden wegen starkem Schwindel, Bewusstseinstrübung und Schwankschwindel.


    Natürlich bin ich deswegen schon zum Arzt. Da heißt es, ich hätte innere Spannungen, die sich in der Hyperventilation äußern würden. Aber ich habe in den letzten Jahren schon krasse Stressphasen gehabt (wegen Todesfällen in der Familie, Krebserkrankung meiner Mutter und sonstige Dramen) - aber da hatte ich gerade nie diese Episoden mit diesen Symptomen, sondern hatte ein sehr gutes Stressmanagement.


    Meine Gedanken dazu drehen sich um Eisen und Sauerstoff.

    Eisenmangel könnte ja gut passen, da ich immer sehr stark blute währen der Periode. Ich habe das auch mal austesten lassen, aber ich hatte sogar mehr Ferritin als der Durchschnitt. Leider war der Test wohl wenig aussagekräftig, weil ich in dieser Zeit gerade einen Hashimoto-Schub hatte (also Entzündungswerte hoch, welche dann auch den Eisenwert verfälschen können), aber ein zweites Mal will die Ärztin Eisen nicht mehr testen lassen.

    Der zweite Gedanke ist Hypoxie (also Sauerstoffmangel), der ja wiederum durch einen Eisenmangel entstehen könnte, weil das Blut mit dem Eisen den Sauerstoff transportiert.

    Für mich hört sich das logisch an, da ich ja in diesen Episoden so extrem blass bin und stark dunkle Augenringe habe.


    Was meint ihr?


    Ich werde jetzt natürlich viel rotes Fleisch essen (sogar Schweineleber), weil das eisenhaltig ist. Der Punkt ist aber, dass das immer lange dauert, bis sich das wieder einrenkt, also bei mir meistens so drei Monate. Und wenn es dann bessert, weiß ich nicht, ob es Zufall ist, oder ob es wirklich am Eisen lag.


    Vielen Dank für eure Ideen und Gedanken dazu!


    Liebe Grüße (von der gerade ziemlich leidenden) Zitrone

  • Vielleicht liegt es an dem plötzlichen Abfall der Hormone zu diesem Zeitpunkt.

    Wurden die schon gemessen?


    Glaube eher nicht, dass es am Eisen liegt, weil das Ganze ja vor der Blutung startet, nicht, nachdem Du die Periode hinter Dir hast.


    Miss mal Ferritin + CRP, das gibt schon mal einen groben Anhaltspunkt.


    Ich werde jetzt natürlich viel rotes Fleisch essen (sogar Schweineleber), weil das eisenhaltig ist. Der Punkt ist aber, dass das immer lange dauert, bis sich das wieder einrenkt, also bei mir meistens so drei Monate. Und wenn es dann bessert, weiß ich nicht, ob es Zufall ist, oder ob es wirklich am Eisen lag.

    Warum grad Schweineleber???

    Da würde ich doch eher auf Rind zurückgreifen.

    Und möglichst nicht aus dem Supermarkt, sondern von einem Metzger, der hervorragende Qualität verkauft.

    "Frage den Kranken, ob er bereit ist alles aufzugeben, was ihn krank macht.
    Erst dann darfst Du ihm helfen"

    (Sokrates)

  • Hallo Augenstern


    Wegen der Periode: Dieses Mal fing es am 4 Tag Periode an, also nach 4 Tagen sehr starkem Bluten. Es fing aber manchmal auch schon am 2. Tag an. Vor der Periode nie. Daher passt das schon.

    Die Hormone denke ich nicht. Ich habe auch schon zweimal Tests machen lassen. Das kann man nahezu ausschließen. Außerdem glaube ich nicht, dass ich wegen der Hormone so blutleer bin, was man ja an den tiefen Augenrändern und der blassen Haut sieht.


    Schweineleber deshalb, weil diese noch viel mehr Eisen drin hat als Rindfleisch. Aber ich esse natürlich nur Bioleber :-)


    Ja, das CRP wollte ich beim letzten Mal auch testen lassen, aber die Ärztin befand das nicht für nötig. Sie wusste gar nicht, dass eine Entzündung den Eisenwert verfälschen könnte. Naja, diesem Unwillen der Ärzte (oder diesem Nichtwissen) bin ich seit Jahren ausgeliefert. Da kann ich nicht viel machen leider.


    Ich habe diese Episoden jetzt seit ein paar Jahren, ziemlich zeitgleich mit der Zeit, in der meine Menses viel stärker sind als früher. Früher hatte ich immer nur so 2 Tage meine Periode und nur ganz schwach. Seit ein paar Jahren sehr stark. Darum scheint mir der Zusammenhang damit schon am plausibelsten.

  • Kann sein, dass dieses Symptom an Eisenmangel liegen kann nach deiner Beschreibung.


    Früher hatte ich immer nur so 2 Tage meine Periode und nur ganz schwach. Seit ein paar Jahren sehr stark. Darum scheint mir der Zusammenhang damit schon am plausibelsten.

    Das hier ist aber ein Symptom von Hormonungleichgewicht, nicht von Eisenmangel!


    Weiß nicht, welchen Zyklustag Du für Deine Messungen genutzt hast, aber da würde ich nochmal etwas genauer hinschauen.

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    (Sokrates)

  • Das hier ist aber ein Symptom von Hormonungleichgewicht, nicht von Eisenmangel!


    Weiß nicht, welchen Zyklustag Du für Deine Messungen genutzt hast, aber da würde ich nochmal etwas genauer hinschauen.

    Ja, natürlich liegt das an den Hormonen. Aber ich befinde mich auch in der Perimenopause. Ist ja normal. Mit bioidentischen Hormonen habe ich es schon mal versucht. Ist total in die Hose gegangen. Wenn das Eisen wegen den Blutungen nicht gut ist (wegen den Hormonen), dann möchte ich lieber dagegen etwas tun, als nochmals Hormone nehmen. Mir hat der eine Versuch gereicht.

    (Die Messungen wurden beide übrigens zwischen 21. und 23. Zyklustag gemacht. Bei der ersten Messung war Progesteron im tieferen Normalbereit, Östrogen in der Mitte; bei der zweiten Messung waren beide Hormone im tieferen Bereich.)

  • Bei der ersten Messung war Progesteron im tieferen Normalbereit, Östrogen in der Mitte;

    Östrogen??

    Das ist kein Hormon, sondern ein "Familienname".

    Welches meinst Du?

    Ist ja normal. Mit bioidentischen Hormonen habe ich es schon mal versucht. Ist total in die Hose gegangen.

    Naja, dazu gehört auch ein bisschen Rundumarbeit.

    Einfach mal an der Hormonschraube drehen, das geht meistens in die Hose, da hast Du Recht.


    Dann regle mal den Eisenhaushalt, vielleicht reicht Dir das ja und es normalisieren sich ein paar Ding.

    Mit Infusionen würde es am schnellsten gehen.

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    (Sokrates)

  • Morgen Augenstern


    Naja, ich habe das mit den Hormonen jetzt nicht so breit erklärt, weil es für mich erledigt ist. Ich war aber bei einer Hormonspezialistin, und ich habe dann mit winzigen Dosen angefangen und mich ganz langsam gesteigert. Habe auch eine passende Ernährung dazu eingehalten. Also das wurde schon sorgfältig gemacht. Aber ich glaube, das war einfach die falsche Schraube, an der gedreht wurde. Ich habe es sogar zweimal versucht. Einmal nur mit Progesteron, ein zweites Mal auch noch mit Östriol und DHEA zusätzlich. Und zwischendurch habe ich noch meine Nebennieren auf Vordermann gebracht. Hat beides nicht funktioniert. Ich habe mich dabei ganz furchtbar gefühlt. Also mit ganz niedriger Dosis spürte ich nichts und dann hat es sofort in eine Überdosis umgeschlagen, zumindest was Progesteron betraf.


    Ich ess jetzt mal meine Leber täglich und schaue, was passiert. Wenn das nichts hilft, überlege ich mir, ob ich mir die Gebärmutterschleimhaut veröden lasse. Mit diesem monatlichen Blutverlust ist es ohnehin sehr mühsam. Damit bin ich jeden Monat bis zu 8 Tage konfrontiert und nehme auch definitiv zu viele Schmerzmittel wegen der zusätzlichen Krämpfe. Das kann auch nicht wirklich gesund sein, was ich oft an meinem Magenschmerzen merke. Da nimmt man etwas und kriegt dafür was anderes.

    Eiseninfusionen wären sicher eine Möglichkeit, doch ich glaube nicht, dass die Ärzte mir das geben würden, wenn mein Eisenwert ok ist (weil man die Entzündungswerte nicht testen will). Gerade jetzt wäre der Eisenwert wohl wieder maskiert, da ich eine Zahnfleischentzündung und akut auch noch Psoriasis-Artrithis habe.


    Andere Nährstoffe schließe ich deshalb aus, weil ich ja an Supplementen oder Ernährung im Vergleich zu den Vormonaten (wo es mir noch besser ging) nichts verändert habe. Das Einzige, was sich verändert hat, ist die noch stärkere Blutung. Daher die Idee mit dem Eisen.

  • Schon mal HPU im 24-Stundenurin getestet?


    Ist oft der Grund, warum Therapien, die an sich gut und richtig sind, nicht anschlagen.


    Dann muss das erst mal sinnvoll behandelt werden.


    http://www.keac.de/hpu/hpu_det.html



    Ansonsten, probiere aus, Du scheinst Dich ja mit den Dingen, die Du machst, zu beschäftigen.

    Somit wirst Du Deine Lösung finden.

    "Frage den Kranken, ob er bereit ist alles aufzugeben, was ihn krank macht.
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    (Sokrates)

  • Meine Eisen-Theorie bröckelt. Habe gerade meine Werte der letzten Jahre bezüglich Eisen kontrolliert. Im 2016 hatte ich tatsächlich mal nicht so gute Eisenwerte und zeitgleich noch CRP erhöht. Aber im 2014, als es am schlimmsten war (also genau die gleichen Symptome, aber noch viel extremer als aktuell), da waren meine Eisenwerte so gut wie noch nie (164) und CRP bei nur 1.5.

    Ok... dann schwebe ich jetzt wieder im Fragezeichen-Land ... :-(

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