Mein Kind 8 J hat Hashimoto

  • Mein Name ist Michelle, ich bin 43 Jahre alt und es

    geht um meine Tochter Sabrina, 8 Jahre alt.


    Sie hat vor zwei Wochen die Diagnose Hashimoto bekommen.


    Die Neugeborenzeit war damals schon auffällig. Sie kam in der Nacht bis zu sieben Mal und wollte gestillt werden. Im Alter von 1Jahren erkrankte sie an Scharlach, nach der Antibiotikergabe kamen die Verdauungsprobleme. Seit dem leidet sie unter Verstopfung.


    Wir haben bereits damals bereits einiges unternommen. Zölliakie wurde ausgeschlossen. Heilpraktiker, Oeteopathie, Eisenhardt Therapie etc. konnten uns leider nicht helfen. Sie bekommt täglich Movicol.


    Wir haben viele Ärzte aufgesucht aber niemand konnte , ausser einer Fruktoseintoleranz, etwas finden. Stimmungsschwankungen, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, extremen Hunger auf Süßigkeiten, leichtes Übergewicht, schulische Probleme, Blässe und rote Augen, Schmerzempfindlichkeit sind nur einige Auffälligkeiten, die mich dazu veranlasst haben noch einmal die Schilddrüse kontrollieren zu lassen.

    Die Werte findet ihr in meinem Profil.


    Unsere Kinderärztin war sehr erschrocken über den hohen MAK Wert. Darauf waren wir bei einem Kinderendokrinologe. Er sagte eine Über- oder Unterfunktion würde noch nicht bestehen, daher bräuchte sie auch noch keine Medikamente nehmen.


    Da ihre Schilddrüse auf dem Ulltraschallbild dreifach vergrößert und bereits schwarze Löcher zu sehen waren, hatte er sich nun doch dazu entschieden, ihr das Medikament L-Thyroxin 25mg zu verschreiben. Dies nimmt sie nun seit 2 Wochen.


    In der ersten Woche ist schon aufgefallen, dass sie viel umgänglicher ist. In der zweiten Woche, klagt sie über Kopfschmerzen, etc. Die Verdauung hat sich leider auch nicht gebessert. Ich bin nun ein wenig ratlos und erhoffe mir hier weitere Anregungen etc.


    Es ist nicht schön zu sehen wie das eigene Kind leidet und die schulische Laufbahn langsam den Bach hinunter geht. Ich kenne mich zwar nun mit Darm aus aber nun haben wir eine neuen Ansatzpunkt, die Schilddrüse.


    Die Ärzte belächeln das Thema ein wenig. Ich habe mich schon etwas einlesen können aber trotz Medikament noch keine (bzw die Laune ist etwas besser geworden) , Besserung feststellen können. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Hat jemand noch Ratschläge? Vielen Dank im voraus!


    Viele Grüße Michelle


    Ernährungsgewohnheiten- Sie liebt Süßigkeiten und hat oft einen regelrechten Heißhunger darauf. Wir kochen täglich frisch und achten auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung.

    Sie besucht die dritte Klasse der Grundschule-sie schreibt schlechte Noten und ist laut der Lehrerin im Unterricht sehr verträumt.

  • Michelle,


    Ihr habt es wahrlich nicht leicht.


    Hast oder hattest Du Amalgamfüllungen?

    Ich denke, es wäre schlau einen HPU-24-Std-Urin-Test zu machen. Hier mal Online-Fragebogen

    http://www.keac.de/hpu/index.html

    Ist auch gut, weil man kein Blut braucht.


    Wg Verdauung und Darm.

    Ich habe das Mittel nachgelesen, dabei fehlte Magnesium. Ich habe keine Ahnung, wieso das nie in Betracht gezogen und ausprobiert wird.

    Du könntest ihr, vorsichtig beginnend und steigernd, Magnesium geben. Das ist elementar wichtig, gleichmäßig über den Tag verteilen, kann auch in Wasser aufgelöst werden, zum mitnehmen.


    Wurde schonmal effektive Mikroorganismen ausprobiert?


    Kommuniziere doch mal alle Blutwerte, die Ihr habt.

    Wahrscheinlich hat das Kind einige Mangelerscheinungen, wie gehen Blutchecks?

    Als erstes wäre es wichtig auch fT3 zu kennen, nur TSH und fT4 sagen zu wenig.


    Und dann schau mal, was Euch hier noch fehlte.

    Vorschlag für eine umfassende Diagnose


    Fragen gerne fragen.


    Liebe Grüße

    ardnowa

    „Wer nicht handelt, dem wird auch der Himmel nicht helfen.“
    - Sophokles -

  • Hi Michelle!


    Vielleicht wäre es ja auch nicht schlecht, dass Du gleich mal die Diagnosen selbst mitmachst.

    Hashimoto hat eine gewisse Vererbungskomponente.


    LG Augenstern

    "Frage den Kranken, ob er bereit ist alles aufzugeben, was ihn krank macht.
    Erst dann darfst Du ihm helfen"

    (Sokrates)

  • Hallo,


    ardnowa: Oh ja, so langsam sind wir ganz schön verzweifelt.

    Ja, ich hatte mehrere Amalgamfüllungen. Bei der Eisenhardtterapie sollte dies jedoch bei meiner Tochter, bereits ausgeleitet sein, mhh...Meine Tochter hat/hatte noch keinen Karies, bzw. eine Füllung.


    Effektive Mikroorganismen (Mutaflor/Symbiorflor, etc.) haben wir bereits ausprobiert. Das hat leider nicht geholfen.

    Ein weiterer Arzt hatte einen durchlässigen Darm diagnostiziert und Sucrabest verschrieben. Für einen kurzen Zeitraum ging es ihr damit etwas besser aber die Verstopfung kam wieder und wir haben das Medikament wieder abgesetzt. So richtig gut ging es mir mit der Gabe nicht, wenn man sich die Packungsbeilage durch liest.


    Wir standen auch schon zwei Mal vor einer Bauchspiegelung, da der Stuhltest erneut eine Entzündung im Darm angezeigt hat. Der Kindergastroentrologe meinte aber, er glaubt nicht das meine Tochter eine chronische Darmentzündung bzw. Morbus Chron etc. hat. Die vorhandene Entzündung vermutete er, resultiert von der chronischen Verstopfung. Da sie panische Angst vor Spritzen etc. hat, haben wir die Darmspiegelung dann auch dankbar abgesagt.


    Magnesium haben wir noch nicht ausprobiert. Calcium schon. Den Tip hatten wir von unserer Kinderärtzin bekommen und es hat ihr damals gut geholfen. Sie schlief ab diesem Zeitpunkt in der Nacht durch.

    Ich glaube auch das sie Mangelerscheinungen hat aber wenn ich die Kinderärztin darauf anspreche wird dies abgetan. Nach Absprache mit einem Apotheker, habe ich ihr dann ein Nahrungsergänzungsmittel verabreicht und die schulischen Leistungen wurden besser. Dies hatte auch die Lehrerin in einem Gespräch bestätigt.


    Das mit der ausführlichen Diagnose ist klasse... ich werde dies bei unserem nächsten Arztbesuch im Februar ansprechen. Das mit dem Magnesium werde ich gleich morgen ausprobieren.


    Augenstern: Ich habe selbst die Diagnose Hashimoto vor einer Woche erhalten, daher habe ich meine Tochter vorsorglich testen lassen.



    Benötigt meine Tochter überhaupt das Medikament L-Tyrox? Da ja noch keine Unter- oder Überfunktion besteht? Und der Arzt es "nur" verschrieben hat, damit der Hals meiner Tochter nicht noch dicker wird.

    Wir haben im Moment das Gefühl, dass es ihr nicht so gut bekommt. Heute morgen hat sie auch über Kopfschmerzen geklagt.

    Mhh...gehen durch das Medikament auch die Antikörper runter?

    Und verstehe ich es richtig, dass evtl. doch noch eine weitere Erkrankung vorliegt?


    Habe noch einmal alle Blutergebnisse eingetragen. Die anderen Werte waren jedoch im Normbereich.


    Ich bedanke mich jetzt schon für Euer grosses Engagement!


    Viele Grüße Michelle



    I

  • Effektive Mikroorganismen (Mutaflor/Symbiorflor, etc.) haben wir bereits ausprobiert. Das hat leider nicht geholfen.

    Mutaflor und Symbioflor sind nicht EM.

    Gugel Dich da mal schlau, was es ist.


    Hat sie eine komplette Symbiosebehandlung gemacht?

    Also mit Pro Symbioflor, dann Symbioflor 1 und 2?

    Ein weiterer Arzt hatte einen durchlässigen Darm diagnostiziert und Sucrabest verschrieben.

    Warum nciht Haferschleim/Porrige nutzen oder eingeweichten Leinsamenschrot.

    das ist unverfänglich und bietet noch zusätzliche Stoffe.

    Das mit der ausführlichen Diagnose ist klasse... ich werde dies bei unserem nächsten Arztbesuch im Februar ansprechen. Das mit dem Magnesium werde ich gleich morgen ausprobieren.

    Mache Dir nciht zu viele Hoffnungen bezüglich der Ärzte.

    Wahrscheinlich musst Du das meiste davon selbst in die Hand nehmen und auch bezahlen.

    Außer, Du bist privat versichert, dann ist es einfacher.


    HPU Test macht sowieso keiner, ist Eigenregie und elementar wichtig, auch für Dich!

    Augenstern: Ich habe selbst die Diagnose Hashimoto vor einer Woche erhalten, daher habe ich meine Tochter vorsorglich testen lassen.

    OK, dann kann ich Dir nur raten, den kompletten Diagnosethread abzuarbeiten.

    Auch die Steroidhormone, die bei deiner tochter erst mal nicht im Vordergrund stehen.

    Benötigt meine Tochter überhaupt das Medikament L-Tyrox? Da ja noch keine Unter- oder Überfunktion besteht? Und der Arzt es "nur" verschrieben hat, damit der Hals meiner Tochter nicht noch dicker wird.

    Wir haben im Moment das Gefühl, dass es ihr nicht so gut bekommt. Heute morgen hat sie auch über Kopfschmerzen geklagt.

    Da LT verschreibungspflichtig ist, will ich keine Empfehlung abgeben.


    Durch LT wird die Schilddrüse etwas ausgebremst und könnte sich dadurch eventuell beruhigen, also den Entzündungsvorgang runter regulieren.

    Aber ob es klappt, weiß man nciht.


    Vielleicht die Dosis aufteilen, 12,5µg morgens und 12,5µg entweder Mittags oder abends.

    Wäre noch ein Versuch, den man testen sollte.


    ußerdem auf jeden Fall alle vier Wochen alle drei Werte kontrollieren:

    TSH

    fT3

    fT4

    Alles andere macht keinen Sinn.

    Mhh...gehen durch das Medikament auch die Antikörper runter?

    Und verstehe ich es richtig, dass evtl. doch noch eine weitere Erkrankung vorliegt?

    Vielleicht, vielleicht auch nciht.

    Da gibts keine Prognose.


    Hashimoto ist eine Folgekrankheit, keine Ursachenkrankheit.

    Deshalb muss man alles Mögliche abklären.

    Vor allem auch HPU!!!

    Die anderen Werte waren jedoch im Normbereich.

    Welche andern Werte?


    Soviel zu Normwerten:

    https://hcfricke.com/2018/12/1…t-keine-gesundheitswerte/


    LGA

    "Frage den Kranken, ob er bereit ist alles aufzugeben, was ihn krank macht.
    Erst dann darfst Du ihm helfen"

    (Sokrates)

  • Hallo,


    vielen Dank für die Antwort. Da habe ich nun noch einige Dinge abzuklären.

    Ich melde mich wieder wenn ich weiter voran gekomme bin.


    Herzlichen Dank und noch einen schönen Samstag


    VG Michelle

  • Hallo Michelle,


    meinem Kind ging es ähnlich. Es hat zwar keine Hashimoto Thyreoiditis, aber eine zu kleine SD und auch HPU. Da ich Hashimoto und HPU habe und beides während der SS nicht eingestellt war, habe ich meinem Kind in der SS eine erhebliche Belastung mitgegeben, die sich ab dem Alter von 6 ziemlich deutlich geäußert hat: Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Verstopfung, verträumt, langsam, zickig …. Und wie bei dir: Kein Kinderarzt fand die Symptome behandelnswert. Aber wir sind inzwischen auf dem Weg.


    Augenstern hat schon viele hilfreiche Gedanken geschrieben. Eins möchte ich noch hinzufügen, aufgrund eigener, übler Erfahrungen:


    Bitte unbedingt zuerst prüfen, ob bei deiner Tochter eine HPU vorliegt und solange keine SD-Hormone geben. Und wenn eine HPU vorliegt, dann bitte unbedingt zuerst die einstellen und dann erst die HT.


    Zum Hintergrund: Schilddrüsenhormone wirken entgiftend. Aber ohne HPU-Einstellung ist der Körper nicht in der Lage, diese Gifte abzutransportieren, sondern diese Giftstoffe zirkulieren einfach nur weiter im Körper und lagern sich dann wieder irgendwo ein. Das verursacht üble Symptome.


    LG Leni

    HPU, Nebennierenschwäche, Hashimoto Thyreoiditis, Schwermetallbelastung, EBV+Co., Kieferostitis

  • Hallo Leni,


    vielen lieben Dank auch für Deinen Beitrag! Das würde auch zu unseren Beobachtungen passen...wir haben das Medikament am zweiten Weihnachtstag eigenständig abgesetzt, weil es meiner Tochter immer schlechter ging. Seit der Einnahme hat sie nun durchgängig dunkle Augenränder und "gelbe Augen". Uns kam es wie eine Vergiftung vor, dass könnte eine Erklärung dafür sein.

    Ich habe den HPU Test bestellt. Dank Euch habe ich nun einen neuen Ansatzpunkt um meiner Tochter zu helfen! :Daumen: Mhh...hattest Du die HPU-Einstellung selbständig vorgenommen? Warst Du bei einem Heilpraktiker? Ich vermute ganz stark, dass wir auch davon betroffen sind aber nun warte ich erst einmal das Testergebnis ab. Es ist zum verzweifeln.

    Ich danke Euch allen sehr.


    LG Michelle

  • Hallo Michelle,


    der Verdacht, dass deine Tochter eine HPU hat, ist aufgrund deiner Schilderungen sehr naheliegend.


    Den Test habe ich bei meinem Kind selbst organisiert, die Einstellung der HPU lief über eine HP. Allerdings gab es einige Behandlungsfehler am Anfang. Unbedingt ein Bindemittel für den Darm als Begleittherapie verwenden , Zeolith oder Bentonit.


    Mein Kind ist mit einer sehr hohen Dosis p5p eingestiegen und war nach ca. 10 Tagen bei 15 mg eingestellt gewesen.


    Es besteht die Möglichkeit, dass durch die HPU-Einstellung die HT gestoppt wird bzw. sich nicht weiter verschlimmert.


    LG Leni

    HPU, Nebennierenschwäche, Hashimoto Thyreoiditis, Schwermetallbelastung, EBV+Co., Kieferostitis

  • PS: Bitte nicht verzweifeln. HPU klingt so unscheinbar, aber ihr werdet wahrscheinlich überrascht sein, was die Einstellung für Auswirkungen auf die Persönlichkeit und die Gesundheit eurer Tochter haben kann. :zwinkern:


    HPU ist der Schlüssel zum Rest.

    HPU, Nebennierenschwäche, Hashimoto Thyreoiditis, Schwermetallbelastung, EBV+Co., Kieferostitis

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