Hashimoto - Paleo oder doch Low-Carb

  • Hallo liebe Community,


    Zu mir. Kann übersprungen werden:

    Ich probiere z.Z. die Paleo-Diät.
    Leider bin ich mir nicht sicher, wie lange ich das schon mache, aber sicher mindestens einen Monat.

    Da ich die meiste Zeit in einem Internatsbetrieb gefangen bin, muss ich mich mit dem Kantinenessen irgendwie errangieren, daher habe ich hier und da gegen die Diät-Gesetze verstoßen.

    Ich aß mal eine Boulette, die mit Gluten angereichert wurde oder ab und zu eine Dönnerbox nur mit Fleisch und Salat, weil es in der Kantine nicht einmal einen Salat gab.

    Trockenfleisch für den Heißhunger mache ich für die ganze kommende Woche am Wochenende. Ich habe nicht das Gefühl, dass meine Ernährung unter der Woche wirklich ausgewogen ist, aber sie ist zu 90% Paleo :LOL: Am Wochenende kann ich aber kochen.


    Paleo-Diäten werden für Hashis empfohlen, wenn auch nur zum Teil.

    Es gab hier bereits eine kurze Diskussion dazu.

    Paleo Autoimmun Protokoll/Paleo Autoimmune Protocol


    Einig sind wir uns, dass Gluten, Milchprodukte, Zucker und Alkohol für den Hashi schädlich sind (Kaffee könnte man ggf. auch streichen).

    Ich persönlich versuche mich an dieser Hardcore-Variante der Paleo-Diät. Sie hat aber Makel, da ich nicht immer Weidefleisch bekommen kann (Kantinenessen).

    Dennoch müsste durch meinen Gluten-, Milchprodukt-, Alkohol-, Kaffee-, Süßigkeiten- und Kohlenhydratverzicht ein positives Resultat erzielt worden sein. Ich nehme zusätzlich auch Supplemente wie Vitamin D, K2 in Tropfenform, Vitamin B12, Q10, Vitamin B Komplex von B-life protect, Selen täglich zu mir.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich spüre keine Verbesserung, höchstens auf Placebo-Ebene.. leider :(

    Meine TSH-Werte sind sogar gestiegen und die Schilddrüsenzersetzung weiter fortgeschritten.


    Meine Suche geht also weiter. Vielleicht ist eine Hormonumstellung auf Thybon das Richtige.


    Heute aber bin ich auf folgendes gestoßen.

    https://www.healthline.com/nut…-womens-hormones#section3


    Gar keine Kohlenhydrate sind also eventuell ungesund!

    Nach Paleo muss man Kartoffeln meiden, weil es Schadstoffe wie die Nachtschattengewächse beinhaltet.

    Ich liebe Kartoffeln, esse aber zur Zeit nur Süßkartoffeln. Daher: Hat jemand Erfahrungen sammeln können? Paleo und/oder Low-Carb-Diät.

    Gab es Verbesserungen oder wie bei mir Stagnation/ Verschlimmerung der Krankheit?

    Ich gebe Paleo noch nicht ganz auf, weil ich glaube die leichten Ausrutscher könnten für den Misserfolg verantwortlich sein. Andererseits habe ich die Diät mit einer anderen Person gestartet (kein Hashi, aber Morbus Crohn) und bei ihr hat Paleo richtig gut geholfen!



    Nebenfrage (ggf. überspringen):

    Wie wahrscheinlich ist ein Jodmangel an meiner Misere schuld und wo/wie kann ich ihn am besten messen lassen, ohne zum Endo gehen zu müssen. Mein Hausarzt macht das nicht..



    Beste Grüße

    Leon

  • Hallo Leon,


    habe deinen Beitrag in die Rubrik "Ernährung" verschoben.


    Gar keine Kohlenhydrate sind also eventuell ungesund!

    Ja, die Schilddrüse braucht Kohlenhydrate. Bei einer kohlenhydratfreien oder stark -reduzierten Ernährung kann der fT3 massiv in den Keller rutschen. Selbst erlebt und andere auch.


    Vielleicht löst du dich langsam von dem Paleo-Gedanken, wenn es dir doch nichts bringt. Es gibt zwar ein paar allgemeingültige Aussagen zu gesunder Ernährung, die du ja kennst und die Augenstern hier zusammengefasst hat, und trotzdem muss jeder seine Ernährung finden. Die Ernährungstheorien widersprechen sich oft massiv und es gibt wahrscheinlich keine, die auf ein Individuum exakt passt. Hier gibt es dazu kluge Gedanken. In der Einleitung steht gleich:


    Zitat
    • Alles in einem Konzept vereinen wollen

    Jeder will für sich immer die Weltformel entdecken,


    Was dem einen hilft, muss für den anderen nicht auch gut sein.


    LG

    Anaelle

  • Hi Leon!


    Ich persönlich habe mich von allen Ernährungstheorien grundsätzlich verabschiedet.

    Das führt zu nix, immer ist da was dabei, was zu einseitig gedacht wird.


    Ich beobachte seit Jahrzehnten, dass laufend eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird.

    Oder alte Ideen werden neu aufgelegt, wie z.B. vegane Ernährung. Die kenne ich schon aus den 70zigern und habe einige Menschen erlebt, die sich damit ernsthaft zu Grunde gerichtet haben.


    Wenn man die Ernährungsformen mal ernsthaft durchleuchtet, wird man schnell merken, dass sich jede Idee an irgend eine These klammert.

    Die einen verteufeln KH, die nächsten Nachtschattengewächse oder Getreide, Fette werden in den Himmel gehoben, Eier sind das Non-plus-Ultra usw.


    Was wir nie hören, sind die Menschen, die davon wieder weg gekommen sind oder sogar Schaden erlitten haben.

    Deshalb bin ich verdammt vorsichtig, wenn Ernährungsformen propagiert werden und gucke sehr genau hin.


    Hier kannst Du was zu KH lesen

    Hier einige Gedanke zu Ernährungsformen

    Hier noch was dazu


    Sich gesund zu ernähren ist heute eine Herausforderung, vor allem, wenn man sich nicht so gut auskennt oder aus Lebensumständen heraus die Dinge bisschen kompliziert sind.

    Aber eigentlich doch ziemlich einfach, wenn man sich von konventionellen Gedanken löst.


    Du brauchst eine Ernährung, die Dich

    mit möglichst vielem bedient, was Du zum guten Funktionieren brauchst,

    die kein Organsystem unnötig belastet und

    die Dir keinen Müll bringt, den Du mühselig wieder los werden musst.


    Also im Grunde alles so einfach und natürlich wie möglich.

    Wenig verkocht/verpanscht, so zubereitet, dass die Nährstoffe gut für den Körper zugänglich sind und insgesamt vielfältig.


    Da hat übrigens Ayurveda gute Regeln (schon vor 2000Jahren aufgestellt)

    - alle Geschmacksrichtungen sollen mindestens am Tag bedient werden (süß, sauer, bitter, salzig, süß, astringierend)

    - buntes Essen, also viele Farben in der Ernährung

    - bestmögliche Qualität (heute extrem wichtig)

    - das essen, was um einen herum wächst (also nix/wenig, was heutzutage um die halbe Welt geflogen wird)



    Lies Dir auch mal den Schilddrüsenartikel von HC durch, da steht auch was zu Jod und den KH

    https://hcfricke.com/2018/11/0…ikel-stark-ueberarbeitet/



    Wie wahrscheinlich ist ein Jodmangel an meiner Misere schuld und wo/wie kann ich ihn am besten messen lassen, ohne zum Endo gehen zu müssen. Mein Hausarzt macht das nicht..

    Dieses Thema würde ich erst mal liegen lassen, eher nicht relevant.

    Darüber wird zu viel Hype gemacht, den ich hier jetzt nicht ausbreite, weils zu weit führt.


    LGA

    "Frage den Kranken, ob er bereit ist alles aufzugeben, was ihn krank macht.
    Erst dann darfst Du ihm helfen"

    (Sokrates)

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