• Hallo zusammen,


    mich würde interessieren, ob man mit Hashimoto auch Fasten kann (Muslimisch).


    Die Tablette (125 L-Thyroxin) nehme ich ja immer nach dem Aufstehen und esse dann ca 30-60 Minuten später etwas.


    Im Ramadan, isst man ja aber bis Sonnenuntergang nichts.


    P.s falls ich es im falschen Themenbereich erstellt habe, gerne verschieben.


    Hat da jemand Erfahrungen?


    LG

    Vani

  • Hallo Vani,


    Deine Frage hat einige Brisanz.

    Erstens ist es eine medizinische Überlegung, aber zweitens auch eine religiöse.


    Aus meiner Sicht ist Fasten für Hashimotokranke keine Option.

    Es strapaziert die Nebennieren und bringt das System auf vielen Ebenen erst mal durcheinander.


    Fasten gibt es in jeder Kultur in unterschiedlicher Weise und hat einige Vorteile.

    Das kann ein gesunder Organismus durchaus mal vertragen.

    Aber Hashimotokranke haben ein Autoimmunproblem und wahrscheinlich nicht nur das.

    Somit sehe ich es nicht als gut an.


    Bei der Fastenart der Muslime kommt ja noch der Flüssigkeitsentzug dazu.

    Nicht zu trinken ist ebenfalls ein sehr zweischneidiges Schwert. Mich würde mal interessieren, was dafür die Hintergründe sind.

    Medizinisch aus meiner Sicht völlig unverantwortlich!

    Der Körper besteht zu ca. 70% aus Wasser, das muss regelmäßig nachgefüllt werden.


    Außerdem kommt bei der Art zu fasten, die Du nachfragst, noch das Problem dazu, dass der Tag-Nacht-Rhythmus völlig aus den Fugen gerät.

    Hier bei uns ist dieses Jahr die Tagesspanne etwa 15:39 Stunden und 16:38 Stunden, also deutlich länger als dort, wo diese Regeln entstanden sind.

    So lange nichts essen und trinken, dafür dann aber am Abend, eigentlich schon nachts, eine volle Mahlzeit zu essen, bringt die cirkadianen Abläufe im Körper völlig durcheinander.


    Du siehst, alles nicht so einfach.

    Die Entscheidung musst Du natürlich selbst treffen, falls Du für Dich gefragt hast.


    Da gerade die Zeit des Ramadan auch eine Zeit des Mitgefühls für andere sein soll, wäre zu überlegen, ob es nicht auch eine Zeit des Mitgefühls für sich selbst beinhalten könnte.


    Man könnte das fasten ja bisschen abwandeln, z.B. auf etwas verzichten, was einem lieb ist und sich in der Zeit mit Essen mäßigen und nur sehr gesunde Sachen essen.

    Das würde dem Gedanken der Reinigung ja auch sehr entgegen kommen.


    LG Augenstern

    "Frage den Kranken, ob er bereit ist alles aufzugeben, was ihn krank macht.
    Erst dann darfst Du ihm helfen"

    (Sokrates)

  • Hallo Augenstern,


    vielen Dank für deine Antwort.


    Ich selbst bin keine Muslimin aber interessiere mich sehr dafür.


    Ich dachte mir eigentlich schon, dass das Fasten des Islams nicht sehr gut für einen Hashimoto betroffenen.


    Da ich eh bald mal wieder zur Blutkontrolle muss, werde ich es auch mal bei meinem Arzt ansprechen.


    Vielen Dank nochmal.


    Vanessa

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