Intermittierendes Fasten / Intervallfasten

  • Hallo ! :Wink:


    Kürzlich kam hier im Forum aufgrund einer TV-Sendung (eine Reihe der "Ernährungsdocs") das Thema Intervall- bzw. Intermittierendes Fasten erneut auf.


    Es fiel mir auf, dass wir dazu noch gar keinen "Sammelthread"; auch mit Erfahrungsberichten, haben?
    (Außer dem neuen Thread von Augenstern über das Fasten in der Fastenzeit, also in der Zeit vor Ostern http://www.hashimoto-forum.de/viewtopic.php?f=67&t=4642)


    Eigentlich bin ich gar nicht die richtige Ansprechpartnerin :UnschuldigesPfeifen , weil ich dieses Ernährungskonzept tatsächlich noch nie versucht habe .... und mich erst aktuell in dieses Thema weiter einlesen möchte.


    Und was mir durchaus bekannt ist, sind Gefühle, als sei ich unterzuckert in unterschiedlichen Ausprägungen (Hunger, etwas weiche Knie / zittrig, schlechte Laune, mitunter sogar Schwindel....). Allerdings haben wohl auch meine Nebennieren einen gewissen Knacks; ich schmiere derzeit noch Hydrocortison Creme.... (Es gibt, glaube ich einen Zusammenhang von Cortisol und Blutzucker-Spiegel? :Durcheinander: )


    Meine Ernährung in meinem früheren Leben war wohl sehr KH-lastig, seit mind. 2 (?) Jahren bin ich dazu übergegangen, gemäß eines guten Tipps meine Mahlzeiten möglichst mit etwas Eiweißhaltigem zu beginnen. - Dazu 2 Mahlzeiten am Tag mit KH, und die 3. Mahlzeit (meist abends) gerne Low-Carb mit wenigen Ausnahmen. Zudem glutenfrei wegen Unverträglichkeit schon 'ne ganze Weile....


    Aber so ganz lange Nahrungskarenz von 14 Stunden? - Das kann ich mir persönlich jetzt noch nicht vorstellen, ob ich das packen würde.
    - Aber wie gesagt, ich will mich erstmal einlesen und versuchen, die Hintergründe zu verstehen.


    Im erwähnten TV-Bericht (Link folgt) wurde es einer Patientin mit Hashimoto ja geraten, um den Darm zu entlasten, Energie auf- sowie Übergewicht abzubauen....


    Diesen Thread nutze ich also auch für die Sammlung von ergoogelten Artikel; Augenstern hat ja bereits auf die Seite "Edubily" hingewiesen.


    Wie im Forum bereits 2 x verlinkt, hier auch nochmal der Link zur TV-Sendung:
    http://www.ndr.de/ratgeber/ges…/hashimoto100_page-1.html



    Ein paar Artikel über "Intermittierendes Fasten" (man sollte wohl die unteren zuerst lesen....)
    http://edubily.de/tag/intermittierendes-fasten/



    Was hier im Forum verschiedentlich darüber erwähnt wurde:
    - Ihr Zitierten, ich hoffe, es ist okay? :) -


    Zitat von Augenstern

    Intermittierendes Fasten ist keine zeitbegrenzte Aktion, sondern ein Ernährungskonzept.


    Die Nacht ist bei den 16 Stunden mit einbezogen.
    Entweder das Frühstück oder das Abendessen weglassen, bzw. so schieben, dass 16 Stunden Nahrungszufuhr-Stop herrscht.


    Was das alles bewirkt, könnt ihr bei edubily nachlesen, gibt mehrere Beiträge dazu.LGA
    http://www.hashimoto-forum.de/…ittierendes+Fasten#p57350


    Zitat von Hatsch-schimoto

    Ich persönlich mache es öfter, aber ich lasse auch industriellen Zucker und Gluten weg.
    Zumindest habe ich trotz Cortison nicht zugenommen und hatte 10 Kilo reduzieren können, dann kam Weihnachten!!!


    Jetzt habe ich es kapiert, werde es wohl für immer machen müssen.
    Aber wenn man sich dabei etwas wohler fühlt, ist das toll
    Lg Hatschi
    http://www.hashimoto-forum.de/…ittierendes+Fasten#p57350


    Zitat von Nane

    Sagt mal, apropos Abnehmen. Macht von euch jemand intermittierendes Fasten? Wie sind da eure Erfahrungen und was sagen die NN dazu?
    Ich hatte vor Weihnachten damit angefangen und bin seit Sonntag wieder dabei. Ich mache das vor allem wegen meines Stoffwechsels. Bin jetzt auch wieder total konsequent mit dem Essen. Die paar Tage etwas lockerer waren echt nix für mich. Wobei ich auch nicht Berge verdrückt hab. Nur eben auch die Schokolädchen mal zum Kaffee. Und dann nur Bitterschokolade, keine Kekse oder Kuchen.


    LG, Nane
    http://www.hashimoto-forum.de/…ittierendes+Fasten#p45161


    Kein Frühstück?! Machen ja einige...... - Ich zitiere mich selbst ;)

    Zitat

    Ich bin jemand, die Frühstück liebt und braucht. - :Hunger: Und ich fühle mich von der Adrenal Fatigue-Seite direkt bestätigt: :LOL: :


    Und wenn man den Empfehlungen für HPU-Betroffene folgt, sollte man sogar ca. alle 2 Stunden 'ne Kleinigkeit essen, was ich zwar nicht so handhabe,....[...]
    http://www.hashimoto-forum.de/…ittierendes+Fasten#p42278


    So, ich muss los, das ist erst mal ein Anfang, hoffentlich funktionieren alle Links.


    Ich bin gespannt auf Eure Erfahrungen!


    Viele Grüße
    Osita

  • Liebe Osita,


    ich betreibe 10in2, also intermittierendes Fasten schon seit 2012. Meine Fastentage sind Mo, Mi und Fr. Hashimoto ist bei mir seit 2010 bekannt und von Jahr zu Jahr habe ich, trotz Sport und gesunder Ernährung, mehr zugenommen. Im Sept. 2012 wurde es mir dann zu blöd und nach einem Bericht übers Intervallfasten im Fernsehen, habe ich mich entschlossen, es auch zu probieren. Innerhalb eines halben Jahres habe ich fast 10 kg abgenommen (von 59 kg auf 49 kg). Jetzt hat sich beim Gewicht bei 51-53 kg eingependelt. Bei einer Größe von 162 cm ist es für mich in Ordnung. Nachdem ich die letzte Zeit in der Früh etwas Probleme mit dem Kreislauf hatte, habe ich das Fasten etwas umgestellt. Am Sonntag Mittag esse ich das letzte Mal und dann gibt´s am Montag abends wieder eine Kleinigkeit, dann esse ich am Dienstag Mittag und danach Mittwoch abends und schließlich am Donnerstag Mittag und Freitag am Abend. Mit dieser Methode kann ich mein Gewicht sehr gut halten und habe keine Kreislaufprobleme mehr.


    Abgesehen von der Gewichtsreduktion hat sich mein Gesundheitszustand sehr verbessert. Ich hatte ziemlich große Probleme mit Sodbrennen, das ist ganz verschwunden. Ich kann sogar abends Mozzarella mit Tomaten essen, ohne von den Tomaten Sodbrennen zu bekommen.


    Für mich ist Intervallfasten die einzige Möglichkeit mein Gewicht zu halten. Aber wie du schreibst, sollte man es ein Leben lang praktizieren. Im Urlaub mache ich es nämlich nicht und da nehme ich immer 1-2 kg zu.


    Liebe Grüße
    seiltänzer

  • Ich bin auch 1,62 m groß, wiege aber 59 kg, ich glaube mit 49 kg würde ich glatt aus den Latschen kippen. :LOL:
    Von daher geht fasten bei mir üüüüberhaupt nicht.
    Wie alt bist du denn Seiltänzer ?


    LG
    Ponyo

  • Hallo Ponyo,


    ich bin 42 Jahre alt. 49 kg war mir auch zu wenig, deshalb habe ich das Zeitfenster auch umgestellt und jetzt pendelt mein Gewicht um die 51-53 kg. Damit fühle ich mich sehr wohl. Ich treibe noch 3 bis 5 Mal in der Woche Sport.


    Aber am Beginn des Fastens sollte man den Rhythmus - einen Tag fasten und einen Tag essen - schon einhalten. Wenn man das Wohlfühlgewicht erreicht hat, kann man auch die Fastentage reduzieren oder so wie ich das Zeitfenster ändern.


    Liebe Grüße
    seiltänzer

  • Zitat

    Aber wie du schreibst, sollte man es ein Leben lang praktizieren.


    Sind aber nicht meine eigenen Worte gewesen [Blockierte Grafik: http://www.smilies.4-user.de/include/Denken/smilie_denk_57.gif]


    Hallo seiltänzer,


    von vorherigem Übergewicht kann man bei Dir ja nicht sprechen. Auf jeden Fall bin ich von Deinem Erfolg sehr beeindruckt, zumal Du Dich ja wohl jetzt besser fühlst; auch gesundheitlich. Auch Sodbrennen kann ja sehr belastend sein....


    Ich gehöre mit derzeit 53 - 54 kg bei 157 cm auch noch zum "grünen Bereich" (alles relativ; ich könnte definitiv mehr Muskelmasse gebrauchen :RotWerd: ), beobachte aber seit einiger Zeit, wie es mühsamer geworden ist, das Gewicht zu halten.
    Ich erinnere mich noch gerne an eine "sorgenlose" Futterzeit zurück, die gar nicht so lange her ist; sogar KH-lastig, und mein Gewicht überschritt 52 Kg nur in Ausnahmefällen.


    Aber sicher bestimmen auch noch andere Faktoren die Gewichtszunahme (?!) als nur SD-Einstellung und Intervallfasten. Werde 50..... :UnschuldigesPfeifen All diese Faktoren würden mich auch mal interessieren. :Detektiv:


    Ponyo,
    ich esse auch gerne [Blockierte Grafik: http://www.smilies.4-user.de/include/Froehlich/smilie_happy_332.gif]


    Naja, der Titel dieses Threads ist halt Intervallfasten.



    :Wink: Osita

  • Hallo Osita,


    du hast recht, übergewichtig war ich nicht, aber ich wäre es wahrscheinlich geworden, wenn ich nicht die Notbremse gezogen hätte. Die KH-Zufuhr habe ich auch stark eingeschränkt. Bei mir gibt´s einmal in der Woche Pasta, die ich dann in vollen Zügen genieße. :Tee:
    Italienurlaube schlagen sich immer richtig auf die Figur, leider. :-(


    Früher konnte ich auch so viel essen, wie ich wollte. Diese "sorgenlose" Futterzeit (der Ausdruck gefällt mir) ist vorbei, schluchz. Leider bin ich ein großes Schleckermaul und kann nur schwer auf meine Schoko verzichten.


    Gesundheitlich geht es mir sehr viel besser. Meine Cholesterinwerte befinden sich wieder im Normalbereich oder knapp drüber, die waren schon jenseits von Gut und Böse.


    Du hast aber sicher recht, dass ab einem gewissen Alter nicht nur die SD Schuld an einer Gewichtszunahme ist. Hab mir das Buch "natürliche Hormontherapie" von Dr. Scheuernstuhl gekauft. Das kann ich dir sehr ans Herz legen, falls du es nicht schon kennst. Vielleicht kann man mit natürlichen Hormonen der Gewichtszunahme auch etwas Herr werden. Ich creme seit einem Jahr Progesteroncreme 3 % und mein Allgemeinzustand, vor allem aber meine PMS hat sich massiv verbessert. Ich fühle mich in der zweiten Zyklushälfte und vor der Periode auch nicht mehr so aufgeschwemmt.


    Liebe Grüße
    seiltänzer

  • Guten Morgen Ponyo,


    danke für das sehr interessante Interview.


    Ich würde Intervallfasten nicht als "Hungern" bezeichnen, das klingt für mich sehr negativ. Sicher hat man anfangs Hunger, das wird aber nach einer Woche besser. Wichtig ist, dass man viel trinkt. Schön ist, dass man nach einiger Zeit auch an den Esstagen weniger isst. Positiv zu erwähnen ist auch, dass man den Geschmack von Nahrungsmitteln wieder intensiver wahrnimmt.


    10 % weniger essen, wie in dem Interview erwähnt, funktioniert bei mir leider nicht. Ich bin leider süchtig nach Schoko, deshalb ist für mich das Intervallfasten genau richtig. Ich betreibe es auch schon seit 2012 und würde es nicht machen, wenn ich mich dabei nicht wohl fühlen würde. Aber jeder muss für sich den richtigen Weg finden.


    Liebe Grüße
    seiltänzer

  • Seiltänzer,
    jep, das Buch habe ich :-) , und schmiere auch seit einiger Zeit Progesteron.


    Ponyo,
    Dir auch danke für's Finden des Artikels :)


    Wobei dort z. B. steht

    Zitat

    Die oft angeführte „Unterzuckerung“ gibt es meist gar nicht, unser Körper kann den Blutzucker sehr gut regulieren, indem die Leber Glukose freisetzt.


    Dem kann ich nicht uneingeschränkt zustimmen.
    Das mag sicher beim völlig Gesunden so sein. Aber was, wenn die Leber vielleicht gar nicht so toll arbeitet, wie sie sollte?


    Aber wer weiß, vielleicht reguliert sich das Stoffwechselsystem als solches unter Fasten.
    Mache mir aber trotzdem Gedanken z. B. bei Schwermetallbelastung der Leber. Die lässt sich nicht einfach so "weg"fasten. :Durcheinander:


    Ob es Hypoglykämie beim gesundwirkenden Nicht-Diabetiker gibt, ist wohl ein bisschen schwierig.... Habe auf die Schnelle folgende Links gefunden:


    Die http://hypoglykaemie-selbsthilfe.de/was.html schreibt

    Zitat

    Was ist Hypoglykämie?
    Hypoglykämie ist keine Krankheit. Es ist ein Leiden, das anzeigt, dass etwas verkehrt läuft mit der komplexen Maschinerie, die normalerweise das Leiden verhindert. Unter normalen, ausgewogenen Umständen gibt es keine Hypoglykämie. (V. Marks and F.C. Rose: Hypoglykämie, 1965)


    Die Hypoglykämie ist somit ein Symptom, bedingt durch eine Stoffwechselanomalie.


    Das Ärzteblatt schrieb (okay, schon ein paar Jährchen her...) https://www.aerzteblatt.de/arc…abetes-assoziierte-Formen

    Zitat


    [...]
    Bei gesund wirkenden Patienten ist die Differentialdiagnose zu einer sogenannten Pseudohypoglykämie, bei der Symptome einer Hypoglykämie ohne einen relevanten BZAbfall auftreten, nicht selten schwierig. Ein Hungerversuch über bis zu 72 Stunden ist häufig erforderlich, um die Diagnose zu sichern, und erlaubt über die parallele Messung von Insulin, Proinsulin und C-Peptid die differentialdiagnostische Einteilung in Insulinom, Störung der Glukoneogenese beziehungsweise Hypoglykämie factitia.
    [...]




    Ich persönlich nasche seit vielen Jahren nicht à la "hier kurz was, da noch 'n Happen", sondern habe eher feste Essenszeiten. Habe dann auch richtig Hunger.


    Immerhin, wenn's vormittags nach meinem ersten Hungergefühl ginge (MIT Frühstück am Morgen), könnte ich dann schon etwas essen. Habe aber meistens zu tun; beruflich (dann geht meist GAR NIX), Haushalt oder Einkauf.
    Meistens komme ich durch diese Ablenkungen drüber hinweg, aber irgendwann wird's echt schlimm, wenn ich dann nichts zwischen die Kiemen bekomme. :Hunger: (o. g. Symptome, schlechte Laune, ...) - Das gleiche Spiel etwa zwischen Mittag- und Abendessen. Gerne habe ich nachmittags ja eigentlich doch mal was leckeres :UnschuldigesPfeifen - Aber auch da gelingt es mir im Alltag, bis zum Abendessen "ohne" durchzuhalten.


    Habe ich nicht mal gelesen oder gehört, dass es "dieser Zustand" (den Verdacht der gewissen Unterzuckerung flüster ich einfach mal :X ) auch STRESS auslöst / Cortisol verbraucht?!
    - Und den widerum möchte ich wegen meiner NN vermeiden, wo's geht. (Wenn ich beruflich arbeite, hab ich genug davon :ZombieWink: )


    Vielleicht könnte jemand aus dem Forum / von Euch auch zum Thema Stress in Bezug auf Hunger seine Erfahrungen mitteilen? :)


    Na ja, ich denke auch, es gibt kein "vorschriftsmäßiges Fasten". Jeder findet seinen eigenen Weg, oder? :)



    Jetzt 'n Teechen zum Überbrücken. ;) :Tee:


    LG Osita

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