Einstellungsprobleme, bitte um Rat

  • Hallo,


    bei mir wurde im März 2018 im Ultraschall Hashimoto diagnostiziert, die Symptome hatte ich jedoch schon ca. 6 Jahre lang.

    Meine Schilddrüse ist nur noch 4ml groß. Antikörper waren immer negativ.


    Ich fing mit Euthyrox 25 (bzw. 12,5) an und steigerte im 6-Wochen-Rhytmus auf Euthyrox 125. Leider haben sich meine Symptome kaum verbessert. Vorhandene Werte:


    07.06.2018 unter 50 µg Euthyrox (keine Tabletteneinnahme morgens)

    TSH: 1,35 (0,27-4,2)

    ft3: 3,73 (3,10-6,80) 17,3 %

    ft4: 19,96 (12,0-22,0) 79,6 %


    August 2018 unter 75 µg Euthyrox (keine Tabletteneinnahme), keine freien Werte gemessen :Verpeilt:

    TSH 0,8 (0,3-4,00)


    23.10.2018 unter 125 µg Euthyrox (keine Tabletteneinnahme morgens)

    TSH: 0,04 (0,3-4,00)

    ft3: 3,64 (2,1-4,3) 70 %

    ft4: 1,73 (0,8-1,7) 103,3 %


    dazu im Vergleich am 24.10.2018 125 Euthyrox (mit Tabletteneinnahme morgens)

    TSH: 0,04 (0,4-3,5)

    ft3: 4,72 (2,3-5,3) 78,45 %

    ft4: 1,69 (0,78-1,94) 80,67 %


    Da der TSH so niedrig war und der ft4 über 100 % meinte meine Hausärztin ich müsste unbedingt reduzieren. Ich reduzierte auf Euthyrox 112:

    TSH: 0,03 (0,3-4,0)

    ft3: 3,37 (2,1-4,3) 57 %

    ft4: 1,88 (0,8-1,7) 120 %

    (ohne Tabletteneinnahme morgens)


    Nun meinte meine Hausärztin ich müsse auf Euthyrox 75 senken, da ich immer noch extrem in der Überfunktion bin.

    Ich habe allerdings keinerlei Überfunktionssymptome, im Gegenteil, fühle mich immer noch müde und habe Verdauungsprobleme, Frieren, etc.

    Mit Euthyrox 125 fühlte ich mich eigentlich am fittesten und vor allem hörte mein Haarausfall endlich auf! Lag vielleicht auch dran, dass mein ft3 endlich mal auf 70 % stieg.

    Habe aber natürlich auch Angst vor den Folgen einer dauerhaften Überfunktion.

    Ich weiß dass die Blutwerte mit vorheriger Hormoneinnahme nicht viel aussagen, aber da sahen sie wirklich gut aus.

    Ich wiege auch nur 48 kg, war jedoch auch ewig unbehandelt in Unterfunktion...


    Kann mir vielleicht jemand einen Rat geben wie ich weitermachen soll? In zwei Wochen habe ich einen Termin bei einem neuen Arzt, der wohl auch Thybon verschreibt. Obwohl ich das lieber umgehen wollte. Nehme ich vielleicht auch zu viel Euthyrox? Aber die Symptome haben sich auch bei niedrigerer Dosis nicht groß verändert...

    Mich verwirrt auch dass der ft4 nach Senkung nochmal gestiegen ist.


    Ich nehme immer wieder Vit D, Eisen und Selen, da diese bei einem Test niedrig waren, auch um die Umwandlung zu verbessern.

    Dazu habe ich schon meine Ernährung auf weitestgehend gluten- und milchfrei umgestellt und eine Darmsanierung beim HP gemacht.


    Viele Grüße

  • Hallo,


    ich kann dir nur raten die Dosierung selber in die Hand zu nehmen.


    Eine Reduzierung um 37,5mcg finde ich heftig. Ich würde fürs erste um 12,5mcg senken und mit 100mcg weiter machen.


    Warum hast du von 75mcg bis 125mcg ohne Werte weiter gesteigert?

    In welchen Schritten hast du gesteigert?

    Es kann sein, dass du deshalb deine optimale Dosis verpasst hast und jetzt senken musst.


    Die Werte mit Tabletteneinnahme haben andere Referenzbereiche und sind somit mit den anderen nicht vergleichbar.


    Denkst du schon über Thybon nach?


    LG Ellen

    SD-UF durch RJT

  • Nora :Wink:


    würdest Du die Werte im Profil bitte mit Maßeinheiten versehen und am besten die Prozente löschen ..... :CrazyGrins:

    Hast Du noch anderes Blut außer Schilddrüsenwerte?


    So nicht, wäre es angeraten nach und nach eine komplette Diagnostik zu erarbeiten.

    Vorschlag dazu von Augenstern, bitte um des besseren Verständnisses willen, alles lesen!


    Vorschlag für eine umfassende Diagnose


    Sonst schraubst Du hingebungsvoll an der LT-Dosierung und klappen wirds nie, weil der Leib nicht so monothematisch funktioniert.

    Zitat

    Seitdem kontinuierliche Steigerung von Euthyrox im 6-Wochen-Rhytmus: 25
    -> 37,5 -> 50 -> 75 - > 88 -> 100 -> 112 -> 125 -> 112
    ->100

    Wurden diese Steigerungen auch von Blutkontrollen begleitet? Ich sehe die von Dir kommunizierten Werte, aber es scheint, du hast öfter mal einfach so, ins Blaue gesteigert.

    Naja, egal, ist ja schon Geschichte.

    Ich weiß dass die Blutwerte mit vorheriger Hormoneinnahme nicht viel aussagen, aber da sahen sie wirklich gut aus.

    Nora, die Werte müssen nicht gut aussehen, es muß Dir gehen, solange das nicht der Fall ist ...... genau, alles checken.

    Zitat

    seit 22.12.2018 nehme ich Euthyrox 100

    ........

    In zwei Wochen habe ich einen Termin bei einem neuen Arzt, der wohl auch Thybon verschreibt. Obwohl ich das lieber umgehen wollte.

    Dann paßt das für einen neuen Check, der kann dann ja auch gleich einen Rundumschlag der Diagnose machen ..... wirst einiges selber finanzieren müssen, aber besser, als dauerleiden.


    Und wieso wolltest Du Thybon umgehen? Könnte ein Teil der Lösung sein.

    Bis dahin einfach mal stillhalten.

    Ich habe allerdings keinerlei Überfunktionssymptome, im Gegenteil, fühle mich immer noch müde und habe Verdauungsprobleme, Frieren, etc.

    Welcher Art sind Deine Verdauungsprobleme?

    So Du nicht ...:Zensiert:.... kannst, könnte man als Sofortmaßnahme Magnesium vorschlagen, mehrere Portionen über den Tag verteilen, steigere Dich an Deine Dosis heran, tritt Durchfall ein, wars zu viel :BigGrins2: , dann leicht reduzieren und Du wärest am Ziel.


    Fragen gerne fragen.


    Beste Grüße

    ardnowa

    „Wer nicht handelt, dem wird auch der Himmel nicht helfen.“
    - Sophokles -

  • Zitat

    Seitdem kontinuierliche Steigerung von Euthyrox im 6-Wochen-Rhytmus: 25 -> 37,5 -> 50 -> 75 - > 88 -> 100 -> 112 -> 125

    Da passt etwas nicht.

    Mit der Rechnung müsstest du im Oktober erst bei 100mcg sein und nicht bei 125mcg.


    Thybon ist meiner Meinung nach noch nicht angebracht.


    LG Ellen

    SD-UF durch RJT

  • Ellen72 : vielen Dank für deine Antworten.

    Ich nehme jetzt seit 22.12. wieder Euthyrox 100 und werde bis zum nächsten Arzttermin dabei bleiben.

    Meine Hausärztin hat immer nur TSH gemessen, mir gings nicht gut, also meinte sie immer ich soll um 12,5 weiter steigern. Und jetzt wieder zurück.

    Denkst du schon über Thybon nach?

    Ja, weil meine freien Werte immer sehr weit auseinander liegen. Außer bei der Blutentnahme nach Tabletteneinnahme. Ich wäre jedoch auch froh nur mit Euthyrox auszukommen.


    Thybon ist meiner Meinung nach noch nicht angebracht.

    Danke für deine Einschätzung. Das Problem ist dass ich mich wirklich schon lange nicht gut fühle und seit kurzem meinen Traumjob bekommen habe, aber nicht wirklich leistungsfähig bin. Vielleicht wäre das doch eine Hilfe.

    ardnowa : Auch dir vielen lieben Dank.:Wink:


    Ich hab noch die restlichen Werte und Einheiten im Profil ergänzt. War schon bei vielen Ärzten und hab einiges Geld reingesteckt... Augensterns Liste hab ich schon durchgelesen. Habe dennoch das Gefühl dass es hauptsächlich an der Schilddrüse liegt. Östrogen ist noch sehr hoch...






  • Zitat

    Ja, weil meine freien Werte immer sehr weit auseinander liegen. Außer bei der Blutentnahme nach Tabletteneinnahme. Ich wäre jedoch auch froh nur mit Euthyrox auszukommen.

    Hallo Nora!


    Der Körper wehrt sich bei Dir auch u.U. gegen zu viel T3?

    Wenn ich Deine Werte aus 2014 und die Untersuchung von März 2018 anschaue, ist da nciht alles im Lot.


    T3 ist das stoffwechselaktivste Hormon und wird über div. Schienen gelenkt.

    Wenn es aus Sicht des Hypothalamus nicht förderlich ist, dann wird die Umwandlung runter geschraubt.


    Deshalb solltest Du erst mal alles neu checken, bevor Du irgend wo mit Thybon anfängst.

    Vor allem auch HPU!!!

    "Frage den Kranken, ob er bereit ist alles aufzugeben, was ihn krank macht.
    Erst dann darfst Du ihm helfen"

    (Sokrates)

  • Hallo Augenstern,


    vielen Dank für deine Antwort. Das wusste ich nicht, ich dachte der Körper senkt T3 wenn zu viel T4 genommen wird. Dann werde ich wohl nochmal die Mineralstoffe und HPU testen lassen... Dachte ich wäre jetzt doch schon mal am richtigen Weg :heul:


    Kannst du mir noch eine Empfehlung zur Dosis sagen? Soll ich bei 100 bleiben oder tatsächlich auf 75 senken? Tatsächlich hat mein Haarausfall merklich nachgelassen nachdem ich auf über 100 gegangen bin.


    Viele Grüße

  • Kannst du mir noch eine Empfehlung zur Dosis sagen? Soll ich bei 100 bleiben oder tatsächlich auf 75 senken? Tatsächlich hat mein Haarausfall merklich nachgelassen nachdem ich auf über 100 gegangen bin.

    Nee, da lehne ich mich lieber nicht zum Fenster raus.

    Auch sehr schwierig, wenn man die Menschen nicht kennt.


    Ich persönlich würde das nehmen, was mir gefühlt am besten bekimmt.

    Die Werte müssen aus meiner Sciht dem Befinden folgen, nicht umgekehrt.


    Aber Du wirst sehen, die Werte verändern sich, wenn alle anderen Baustellen in Schuß gebracht werden.

    Wir sind ein System, keine Ansammlung von Symptomen, das vergisst man gern mal, weil es so schön einfach wäre. :zwinkern:

    Und weil unser "Gesundheits"system auch auf Symptombehandlung aufgebaut ist, denken wir heutzutage, das sei richtig so.

    Nee, das wird auf Dauer nix!


    Lies Dir auch mal meine Vorschläge zu Oprimierung des Lebens durch, einschließlich auch der Links, die ich dort gesetzt habe.

    Das hilft oft schon sehr, sich besser zu fühlen, wenn man die meisten Sachen beachtet.

    Tipps zur Unterstützung der Gesundheit im Alltag



    LGA

    "Frage den Kranken, ob er bereit ist alles aufzugeben, was ihn krank macht.
    Erst dann darfst Du ihm helfen"

    (Sokrates)

  • Nora,

    Zitat

    Hab ich probiert und klappt auch :LOL: aber mein Hauptproblem sind Blähungen und damit verbundene Bauchschmerzen nach fast jedem Essen... wie gesagt, Gluten und Milch meide ich schon weitestgehend. Habe auch in anderen Foren schon gelesen dass bei anderen Leuten sämtliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten nach guter Einstellung wieder verschwanden.

    ........ jetzt verstehe ich das Problem, dann würde ich versuchen mit viiiel Gemüse und mit Hilfe von effektiven Mikroorganismen meinen Darm so zu besiedeln, daß die richtigen Bakterien die Überhand bekommen und genügend Ballaststoffe ins System reinkommen, damit diese Bakterien ihren Dienst dann auch zu Deiner Zufriedenheit verrichten können.


    Wenn Du kein Produkt findest, frag nochmal.


    LG

    ardnowa

    „Wer nicht handelt, dem wird auch der Himmel nicht helfen.“
    - Sophokles -

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