Was ist, wenn die SD keine eigenen Hormone mehr produziert?

  • Hallo!

    So wie ich das verstehe, wird das Gewebe der Schilddrüse durch die Antikörper zerstört. Irgendwann ist die SD so klein, dass sie keine eigenen Hormone mehr produziert.

    Hat man dann irgendwann eine endgültige L-Thyroxin Dosis erreicht und muss diese nicht mehr anpassen?


    Noch betrifft mich das nicht, da ich noch ein Gesamtvolumen von etwa 6 ml habe.

    Meine Hoffnung ist, dass ich dann nicht mehr diese Hormonschwankungen habe, sondern vielleicht nur noch Beschwerden durch die Immunreaktion, die ja angeblich weiter bestehen.


    Hat da jemand Erfahrungen?

  • Hat man dann irgendwann eine endgültige L-Thyroxin Dosis erreicht und muss diese nicht mehr anpassen?

    Jein, weil ja der Bedarf schwanken kann.

    Aber diese großen Veränderungen gibt es so nicht mehr.


    Allerdings kann es sein, dass man kurzfristig mal mehr nehmen muss, z.B. bei extremen Anforderungen.


    Deshalb sehe ich es als sehr wichtig an, sich mit dem Thema bestens auseinander zu setzen.


    Dazu gehört für mich

    a) die Theorie des gesamten Regelkreises kennen

    b) die biochemischen Zusammenhänge im Körper wissen

    c) mich und meine Symptome genau beobachten und kennen lernen, wie ich auf Mangel reagiere


    Wir sind kein Automat und deshalb kann man sich nicht drauf verlassen, gleichbleibende Dosierung zu nehmen.

    Schwankungen im gesamten Stoffwechsel gibt es immer durch

    Hormonveränderungen

    Ernährungsumstellungen

    Stress

    Klimawechsel


    Die Anpassungen müssen wir dann selbst vornehmen, rauf und runter, je nach Gegebenheit.

    Noch betrifft mich das nicht, da ich noch ein Gesamtvolumen von etwa 6 ml habe.

    6ml sind wenig.

    solange das Gewebe eindeutig gesund ist, mag da noch was passieren.

    aber bei Innhomogenität oder/und Echoarmut weiß man schon nicht mehr, was noch möglich ist.

    Meine Hoffnung ist, dass ich dann nicht mehr diese Hormonschwankungen habe,

    s.o.

    Sehr starke Schwankungen sind es im Normalfall nicht mehr.

    Außer wenn Hormonumbrüche stattfinden. (Schwangerschaft, Wechseljahre oder extremer Stress/Krankheit/Unfall)

    sondern vielleicht nur noch Beschwerden durch die Immunreaktion, die ja angeblich weiter bestehen.

    Die Beschwerden lassen sich nach meiner Erfahrung auch ausmerzen, wenn man sich menschengerecht ernährt und den Lebensstil entsprechend führt.

    Bewegung, Schlaf und was sonst noch dazu gehört überdenken und zurück finden in einen gesunden Rhythmus.


    Außerdem durch Nems und fehlende Hormone (nicht nur SD!!!) den Körper kontinuierlich stärken, damit das Immunsystem stabilisiert wird und dann auch bleibt.


    Ob diese Immunreaktionen tatsächlich bleiben/da sind/unabänderlich sind, weiß kein Mensch!

    Damit rechne ich für mich so nicht, sondern sehe zu, mich gut zu pflegen und zu erhalten.

    "Frage den Kranken, ob er bereit ist alles aufzugeben, was ihn krank macht.
    Erst dann darfst Du ihm helfen"

    (Sokrates)

  • Das Gewebe meiner SD ist sehr echoarm, was dann wohl bedeutet, dass da nicht mehr viel passiert.


    Ich werde jetzt 45 und die Wechseljahre sind nicht mehr weit. Deshalb hatte ich gehofft, bis dahin eine konstante Dosis zu erreichen, weil dann ja wieder einiges passiert.


    Ich habe mich ein bisschen mit dem Thema befasst und etwas Angst davor.

    Wie soll man diese ganze Flut an Beschwerden auseinander sortieren?

    Ich versuche schon immer gut auf meinen Körper zu hören und mich schlau zu machen, aber das Thema ist trotzdem beängstigend.


    Wir Frauen haben es eh nicht leicht mit unseren Hormonen und dann auch noch mit Hashimoto!


    Am besten alles auf sich zukommen lassen.

  • Das Gewebe meiner SD ist sehr echoarm, was dann wohl bedeutet, dass da nicht mehr viel passiert.

    Jo, da würde ich mich nicht auf deren Produktionsfreudigkeit verlassen.:BigGrins2:

    Ich werde jetzt 45 und die Wechseljahre sind nicht mehr weit. Deshalb hatte ich gehofft, bis dahin eine konstante Dosis zu erreichen, weil dann ja wieder einiges passiert.

    Nee, diese Hoffnung ist ziemlich nutzlos.

    Mit 45 Jahren bist Du aller Wahrscheinlichkeit sowieso schon in den Wechseljahren.

    Es heißt ja Jahre, also geht das ne Zeit lang.

    Erst die Menopause = letzte Periode Deines Lebens, ist das Ende der Fahnenstange


    Da wir nicht in einer Konservenbüchse leben, wird es mit Veränderungen weiter gehen, bis wir uns die Radieschen von unten angucken.

    Veränderung = Leben!

    Also nicht verzagen, da geht immer noch was!

    Ich habe mich ein bisschen mit dem Thema befasst und etwas Angst davor.

    Was genau macht Dir Angst?

    Versuche mal, das zu verbalisieren.

    Wie soll man diese ganze Flut an Beschwerden auseinander sortieren?

    Ich versuche schon immer gut auf meinen Körper zu hören und mich schlau zu machen, aber das Thema ist trotzdem beängstigend.

    Tabelle anfertigen und am Anfang täglich, später dann in größeren Abständen ausfüllen.

    So lernt man seinen Körper ganz gut kennen.

    Wir Frauen haben es eh nicht leicht mit unseren Hormonen und dann auch noch mit Hashimoto!

    Tja, stell Dir mal Männer vor, die ihre Tage haben oder Kinder kriegen :CrazyGrins:

    Ohje, da wäre es eng mit dem Überleben unserer Spezies, nehme ich mal an. :Versteck:

    "Frage den Kranken, ob er bereit ist alles aufzugeben, was ihn krank macht.
    Erst dann darfst Du ihm helfen"

    (Sokrates)

  • Ich habe Angst vor der Dummheit und Unfähigkeit der Ärzte.

    Es ist eine Zumutung , dass man gezwungen ist alles selbst zu erlesenen und erlernen.

    Dann hätte ich ja auch gleich Medizin studieren können.

    Na klar ist es gut über seine Körperfunktionen Bescheid zu wissen.

    Aber wenn man jede Therapieform die einem vorgeschlagen wird erstmal durchleuchten muss, finde ich das sehr anstrengend.

    Gerade was die Wechseljahre in Kombination mit Hashimoto betrifft, kommt da einiges auf einen zu.

    Hormone ja oder nein, wie viele, wie lange, welche, ......

    Ich habe schon viel gelesen, aber jeder sagt was anderes.

    Ist ja auch sehr individuell.

  • Ich habe Angst vor der Dummheit und Unfähigkeit der Ärzte.

    Es ist eine Zumutung , dass man gezwungen ist alles selbst zu erlesenen und erlernen.

    Naja, das wäre mal ein interessantes Diskussionsthema!

    Im Ernst, magst Du darüber mal einen neuen Thread aufmachen?


    Wäre schon gut, sich über solch ein Thema auszutauschen.

    Hier in diesem Thread würde das untergehen.

    Na klar ist es gut über seine Körperfunktionen Bescheid zu wissen.

    Aber wenn man jede Therapieform die einem vorgeschlagen wird erstmal durchleuchten muss, finde ich das sehr anstrengend.

    In der Tat, es ist anstrengend!

    Nur, wer soll sonst machen wenn nicht wir selbst.


    Würde auch zu dem o.g. Thema dazu passen.

    Gerade was die Wechseljahre in Kombination mit Hashimoto betrifft, kommt da einiges auf einen zu.

    Da sind Frauen etwas im Nachteil, gebe ich zu.

    Aber keine Angst, auch die Männer erwischt es und das teilweise noch übler, weil sie sich viel zu spät um ihre Gesundheit kümmern.


    Vorteil:

    Wenn wir uns gut kümmern, betreiben wir optimale Altersvorsorge!


    Hormone ja oder nein, wie viele, wie lange, welche, ......

    Ich habe schon viel gelesen, aber jeder sagt was anderes.

    Ist ja auch sehr individuell.

    Der rote faden ist immer der gleiche.

    Aber der Rest sehr individuell und deshalb genau auf sich selbst schauen.

    "Frage den Kranken, ob er bereit ist alles aufzugeben, was ihn krank macht.
    Erst dann darfst Du ihm helfen"

    (Sokrates)

  • Vielen Dank! :Loveeyes:

    Gut zu wissen, dass man immer Unterstützung bekommt, wenn man mal nicht weiter weiß! :)

    So gehen wir einen Tag nach dem anderen an und genießen die kleinen Momente im Leben, die andere vielleicht gar nicht wahrnehmen.

    Ich glaube außer Depressionen habe ich alles abbekommen, was Hashi zu bieten hat! ;)

    Immer positiv bleiben! :Wink:

  • Hallo :Wink:

    Ich hatte mich im März schon mal vorgestellt, weil ich kurzfristig Überfunktionssymptome hatte.

    Habe damals abgewartet und es hatte sich wieder gegeben.

    Meine Wohlfühl-Werte sind in etwa:

    TSH 0,58 (0,27 - 4,2)

    fT3 3,3 (2,0 - 4,4)

    fT4 1,41 (0,93 - 1,7)

    Bei Einnahme von L-Thyroxin 100 und Selen 100 (natürlich Blutabnahme ohne Medis)

    Diese Werte waren vom 3.5.18


    Jetzt war ich am 6.8.18 bei der Jährlichen NUK Untersuchung.

    Dort war der TSH auf einmal unter der Norm:

    TSH 0,35 (0,55 - 4,78)

    fT3 3,3 (2,3 - 4,2)

    fT4 13,3 (8,9 - 17,6)

    Das Volumen der Schilddrüse hat sich in dem Jahr von 7,2 auf ca 5 mal verringert.

    Einzelne zystische Einschlüsse , keine suspekten Knoten.

    Relativ homogene Echostruktur.


    In letzter Zeit fühle ich mich morgens manchmal ein bisschen unruhig und kribbelig. Habe Herzklopfen und zittrige Hände.

    Im laufe des Tages lässt das wieder nach.

    Das habe ich aber nicht immer, nur an einzelnen Tagen.

    Der NUK hat empfohlen die L-Thyroxin Dosis auf 75 !!! (?) zu reduzieren.

    Er machte auf mich keinen Kompetenten Eindruck! Wusste nicht mal was Selen ist und wofür ich das nehme. Meinte die freien Werte wären nicht ausschlaggebend. Der TSH wäre zu niedrig und das wäre nicht gut fürs Herz!


    Ich habe jetzt erstmal nur auf 93.75 reduziert und mache in vier Wochen eine Kontrolle.


    Meine Frage jetzt, warum ist der TSH plötzlich so niedrig?

    Die freien Werte sehen doch gar nicht so schlecht aus!

    War die Reduzierung richtig?

    Hatte das L-Thyroxin 100 seit Oktober 2017 und war damit ganz zufrieden.

    Die Schilddrüse ist ja auch eher kleiner geworden.

    Im Moment fühle ich mich noch ganz gut. Manchmal ein bisschen benebelt und kribbelig , aber meist nur morgens.

    Vielleicht kann mir jemand nochmal das Verhältnis TSH und freie Werte erklären. Ich dachte immer der TSH wäre bei einer "kaputten" Schilddrüse nicht so wichtig und man richtet sich mehr nach den freien Werten!?

    Vielen Dank fürs Lesen, ist doch ein bisschen viel geworden.:CrazyGrins:

    :Wink:

  • Hallo,


    sieh dir doch mal die Referenzbereiche von den TSH-Werten an.

    Mit den obigen wäre dein jetziger TSH noch in der Norm, der untere ist recht hoch angesetzt.

    Labore dürfen die Referenzbereiche selber bestimmen und müssen sich nicht an die Vorgaben des Testherstellers halten.


    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass unterschiedliche Labore unterschiedliche Werte ermitteln können.

    Das betrifft auch den TSH und liegt an den unterschiedlichen Meßmethoden der verschiedenen Testhersteller.


    Entweder du entscheidest dich für ein Labor und entscheidest daran was du mit deiner Dosis machst.

    Oder du lernst beide Labore zu lesen.


    LG Ellen

    SD-UF durch RJT

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