Was kann ich tun, damit sich mein Leben mit Hashimoto weiter verbessert?

  • Hallo :lach:


    Ich bin neu hier und hoffe, dass ihr mir vielleicht ein bisschen weiterhelfen könnt.


    Nach einer totalen Erschöpfung habe ich in den letzten Jahren schon einiges gemacht. Oft denke ich mir, eigentlich geht es mir ganz gut, ich werde einfach nie wieder so belastbar wie viele andere sein und mit manchen Problemen leben müssen. Aber jetzt kam immer mehr das Gefühl, es muss sich doch noch einiges verbessern lassen.

    Ich bin ganz begeistert dieses Forum gefunden zu haben und gleichzeitige etwas überfordert. Ich habe erstmal versucht einige Beiträge zu lesen und habe gemerkt wie anstrengend es für mich ist, mich wieder in diese Themen einzuarbeiten. Was mir auch zeigt, dass noch mehr drin sein müsste. Auf 2 Themen bin ich bisher gestoßen, die mir völlig neu sind: Bindemittel/Entgiftung und das Splitten von L-Thyroxin

    Jetzt habe ich überlegt, wo ich bei meiner Situation gerade ansetzen soll.


    1. Darm


    Mein Darm ist schon länger nicht wirklich in Ordnung. Nachdem ich im November und Dezember ständig krank war im Wechsel mit meiner Tochter (u. a. Corona und Ringelröteln), war es ganz schlecht. Mir war ganz oft übel, ich hatte immer einen aufgeblähten Bauch, Druck im Oberbauch, unterschiedliche Konsistenz des Stuhls. Da ich das aufgeblähte von einem Darmpilz kannte, habe ich erstmal 2 Wochen Nystatin genommen, damit werde ich jetzt fertig, das half schon mal deutlich. Zeitgleich habe ich eine Suppenkur gemacht um den Darm zu entlasten.


    Nun stehe ich vor der Frage, wie es weitergehen soll. Meine Überlegungen: Darmreinigung mit Glaubersalz, erstmal Mikrobiom testen, Bindemittel (nachdem ich davon hier gelesen hab)


    Habt ihr Ratschläge was, wann, wie? 🙈

    Ich muss mich da noch genauer einlesen, aber macht es Sinn jetzt mit einem Bindemittel anzufangen?


    2. Schilddrüsenhormone


    Vom Gefühl her brauche ich noch mehr. Habe jetzt zum zweiten mal versucht um 1/4 2 x in der Woche zu erhöhen (so der Rat meiner früheren Ärztin). Das ist mir jedes Mal auf die Psyche geschlagen und hat meine Verspannungen stark verschlimmert. Genauso war es, als mir meine Ärztin empfohlen hat Thyreogland dazu zu nehmen. Woher könnte das kommen? Wenn ich es richtig verstanden habe, könnte erst eine Entgiftung notwendig sein?


    Dadurch bin ich jetzt auch vorsichtig, ob und wie ich mit dem Splitten beginnen soll. Ich reagiere generell sehr stark auf hormonelle Veränderungen. Habt ihr hierzu Tipps?



    3. Nahrungsergänzungsmittel und Tests


    Mit meinen täglichen morgendlichen Einnahmen komme ich gut klar. Was ich sonst ca. 2 x wöchentlich nach dem Essen nehme, schlug mir zuletzt sehr auf den Magen. Deshalb habe ich erstmal 2 Wochen ausgesetzt.


    Möchte aber alles bis auf Omega 3 weiternehmen und Selen wieder dazu. Gibt es noch etwas, das ihr dazu oder wegzulassen empfehlt? Bzw. habt ihr Empfehlungen, was ich gezielt testen lassen sollte? Am liebsten würde ich gerne alles (Hormone und Nährstoffe) mal wieder checken lassen, aber finanziell ist das gerade nicht drin...


    Meine Verspannungen im Rücken und Nacken sind immer wieder phasenweise recht stark. Magnesium (auch mit Kalzium) hilft gar nichts. Sport verschlimmert es auch eher. Ich gehe regelmäßig zu einer Osteopathin. Das lindert nur vorübergehend die Symptome.


    Außerdem fehlt mir das Gefühl von richtiger Lebensfreude. Selbst bei schönen Erlebnissen oder z. B. im Urlaub kommen irgendwie nie so richtige Glücksgefühle auf. Ich hatte den Eindruck mit dem etwas mehr L-Thyroxin kam ein Hauch davon zurück, genauso wie die körperliche Energie auch für Sport (leider gebremst durch die Verspannungen und die Psyche).


    Müdigkeit, die immer wieder ein Thema ist, hält sich in Grenzen. Aber ich bin geistig nicht so leistungsfähig.


    Ich hoffe, ich konnte das Chaos in meinem Kopf hier einigermaßen strukturiert zusammenfassen. Ich wäre sehr dankbar, wenn jemand Ideen hat, wo ich sinnvoll ansetzen kann!


    Liebe Grüße

    Andrea

  • Liebe Andrea!


    Danke für Deinen Bericht.

    Ich werde Dir bald antworten, bitte habe grad noch etwas Geduld.


    Aber zum Thema Bindemittel:
    Ja, damit würde ich sofort anfangen. Lies den Artikel nochmal genau durch und organisiere Dir dann was.

    Das ist sowieso der erste Schritt.


    Hier habe ich mal alle Themen gegliedert und dann die entsprechenden Artikel aus dem Blog verlinkt.

    An unsere Neuzugänge und für die alten Hasen zur Erinnerung - Wichtige Informationen und Gesundheitsthemen - Hashimoto-Forum


    Kleiner Tipp dazu:
    Drucke Dir den jeweiligen Artikel aus und arbeite ihn mit Textmarker durch.

    Das ist wesentlich einfacher als am PC.


    Liebe Grüße,

    Augenstern

    "Frage den Kranken, ob er bereit ist alles aufzugeben, was ihn krank macht.
    Erst dann darfst Du ihm helfen"

    (Sokrates)

  • Vielen herzlichen Dank schon mal für deine erste Antwort, Augenstern! :lach:

    Das freut mich total und hilft mir schon mal sehr weiter. Dann werde ich mich als erstes noch genauer in das Thema Bindemittel einlesen und schauen, was und wo ich mir etwas besorgen kann.

    Die Artikel auszudrucken hatte ich auch vor, genau.

    :Danke:

  • Hallo Augenstern,


    mein Kopf arbeitet gerade deutlich besser :Idee: dadurch konnte ich mir einen ganz guten, groben Überblick über die Bindemittel verschaffen (denke ich).

    Ich würde mir jetzt mal MCP, Zeolith und Bentonit besorgen.


    Außerdem bin ich nochmal die Basistests durchgegangen und habe mir überlegt, was ich meine, was für mich Sinn macht.

    Es ist hier im Umkreis unheimlich schwierig irgendwo als Neupatient zeitnah einen Termin zu bekommen, geschweige denn bei einem guten Arzt überhaupt angenommen zu werden.

    Der einzige Endokrinologe hat zum 1.1. auf eine Privatpraxis umgestellt. Von meiner Hausarztpraxis bin ich nicht sehr überzeugt. Sie arbeiten halt möglichst effektiv ihr hohes Pensum ab. Ich versuche dort jetzt mal bei meinem Labortermin nächste Woche folgendes machen zu lassen:

    Großes Blutbild

    Schilddrüsenwerte

    Leberwerte

    Retinol

    Vitamin B12

    Magnesium, Zink, Selen


    Ansonsten noch ein Aminogramm, das finde ich sehr interessant, habe ich noch nie gemacht.


    Alles andere würde ich mir erstmal sparen, weil die Werte in der Vergangenheit (als es mir schlechter ging) immer gut waren (Meine frühere Privatärztin hat das auch immer individuell betrachtet, nicht nach Normwerten) und ich dahingehend keine negativen Veränderungen bemerkt habe bzw. ich von meiner Lebens-/Ernährungsweise her denke, dort Probleme ausschließen zu können (z. B. Zucker, Cholesterin, Eisen usw.).


    Bei den Steroidhormonen meine ich, dass ich das mittlerweile ganz gut einschätzen kann. Z. B. Progesteron creme ich nach Bedarf und Cortisol merke ich deutlich nach Stress (vergesse meist in der Zeit zu unterstützen mit Hydrocortison), erholt sich dann wieder (auch schneller als früher).

    Ich würde das Anfang April bei meiner neuen Gynäkologin besprechen. Falls ein Bluttest Sinn macht, bisher habe ich immer Speicheltests gemacht.


    Sollte ich mich irren, lasse ich mich gern eines Besseren belehren und ergänze noch.


    Bis bald und liebe Grüße :lach:

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