Anhaltende Halsschmerzen bei Schilddrüsenunterfunktion

  • Hallo zusammen, ich bin neu hier und hoffe, dass man sich hier gegenseitig helfen und beraten kann! Gott weiß, dass ich das momentan echt gebrauchen könnte.. 😂😭


    Mir ist bekannt, dass ich Hashimoto-Thyreoiditis habe. Allerdings wurde noch keine Therapie eingeleitet, bis im September dieses Jahres irgendwie alles losging.


    Ich hatte erstmal ordentliche Halsschmerzen. Nach ein paar Tagen, sah ich dann einen weißen Belag auf meinen Mandeln. Ich hatte noch nie eine Mandelentzündung, aber dachte mir direkt, dass ich mir da wohl irgendwas bakterielles eingefangen haben muss. Meine Hausärztin schickte mich 2 Wochen später (früher war ein Termin ihrerseits nicht drinne) mit 'ner Packung Lutschtabletten nach Hause. Als ich am nächsten Tag dann einfach wieder kam, weil es einfach schlimmer geworden ist, schickte sie mich mit einem Rezept für Penicillin wieder weg. 10 Tage nahm ich es ein, doch es brachte nichts.


    Am 10. Tag saß ich dein bei meinem HNO-Arzt, der nach erster Untersuchung meinte, dass das alles nicht so schlimm aussehe. Trotzdem mache er mal lieber einen Abstrich. 5 Tage später dann der Anruf, dass ich doch bitte mein Rezept abholen solle, diesmal für Amoxicillin/Clavulansäure, denn er stellte Staphylococcus aureus bei mir fest. 14 Tage nahm ich diese ein und immer noch hatte ich Beschwerden. Dazu kamen auch Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie ein Gefühl, dass ich gar nicht beschreiben kann. Eine Mischung aus Brain Fog, Watte im Kopf, Gedächtnisschwund, Depression und Angst- und Panikattacken. Noch nie hatte ich psychische Probleme und ich wurde unruhig. Ich weinte, ich konnte nicht schlafen, ich schrie auf. Irgendwie tat ich es trotzdem alles, wie den Durchfall und den Hautausschlag, als Nebenwirkungen des Antibiotikums ab.


    Nach der letzten Tablette dann ein finaler Testabstrich: keine Bakterien mehr im Mund, aber der Hals bzw. Rachen war immer noch entzündet und leuchtend rot. Inzwischen nahmen die anderen Beschwerden so stark zu, dass ich wirklich einfach dachte: „Ich muss sterben.“ „Irgendwas stimmt nicht.“ Ab in die Notfallaufnahme also. Blutbild und Co. waren alles okay, bis das meine Schilddrüsenwerte völlig im Eimer waren: der TSH-Wert lag bei 46,93 mU/l, das freie T4 bei 6,6 ng/l. Am nächsten Tag ging es zum Schilddrüsenarzt, der mir erstmal für 2 Wochen die Hälfte, danach die ganze L-Thyroxin 125 Mikrogramm Tablette verschrieb. Er nahm mir auch Blut ab und führe eine Sonographie durch. Das ist nun fast 2 Wochen her.


    Auch wenn ich weiß, dass ich noch Geduld haben muss, beruhigt mich zu wissen, was die Ursache ist, doch sehr. Die Symptome sind tatsächlich schon etwas besser geworden, auch wenn die Schübe hin und wieder nur stark erträglich sind, besonders was das Psychische angeht. Ich hatte wirklich nie solche Probleme und um ehrlich zu sein, auch nie viel Verständnis für Menschen gehabt, die diese Probleme hatten. Doch hinterher weiß man immer mehr, nicht? Es ist echt schrecklich, dieses Gefühl von dieser dunklen Wolke, diesem schwarzen Filter, der alles überzieht und dich nur von oben herab auf dich herunter gucken lässt. Auf dich, diesen Zombie, der irgendwie lebt, aber nicht erlebt..


    Doch wie gesagt ist das alles irgendwie okay, weil ich die Gewissheit habe. Nur lässt mir eins keine Ruh, und dass sind meine Halsschmerzen. Mein ständig entzündeter Rachen wird einfach nicht besser und ist insgesamt seit jetzt schon 2 Monaten am schmerzen. Ein anderer HNO-Arzt hat mich diesen Montag damit vertröstet, dass ich ja Asthmatiker und Allergiker sei und deswegen einfach länger brauche, um mich von allem zu erhole. Ich persönlich denke mir, dass es vielleicht auch einfach an diesen quasi 4 Wochen Antibiotikum liegen kann und dass schon alles wieder gut wird, aber so lange hatte ich wirklich noch nie eine Rachenentzündung bzw. Halsschmerzen.


    Angeblich kommen diese Halsschmerzen ja nicht von der Schilddrüsenunterfunktion wegen, doch ich habe einzelne Berichte dazu gefunden und wäre so erleichtert zu erfahren, dass es bei mir auch nur deswegen ist. Des Weiteren plagen mich seit 1 Woche auch einseitige Kieferschmerzen, doch die kann man wohl eher mit der Schilddrüsenunterfunktion in Verbindung bringen, nicht?


    Was meint ihr zu meinen Halsschmerzen? Habt ihr ähnliche Erfahrungen am Anfang euer Unterfunktion gemacht? Glaubt ihr, es liegt am Antibiotikum? Glaubt ihr, ich brauche einfach mehr Geduld? Was sagt ihr zu den Kieferschmerzen? Alle Erfahrungen und Gedanken so wie Tipps und Tricks sind echt willkommen. Schön, dass es dieses Forum gibt und schonmal ein dickes, fettes Danke! ❤️

  • Hallo Mahjid!


    Willkommen im Forum. Bitte stelle Dich doch noch kurz hier

    Vorstellungsbereich - Die Community stellt sich vor - Hashimoto-Forum

    vor.


    Kurze Vorstellung und dann Beantwortung unserer Fragen, die wir Dir dort posten werden.

    Danach gehts dann hier weiter. :zwinkern:


    LG Augenstern

    "Frage den Kranken, ob er bereit ist alles aufzugeben, was ihn krank macht.
    Erst dann darfst Du ihm helfen"

    (Sokrates)

  • Sorry Mahjid,

    ich bin grad sehr im Stress und kann Dir im Moment nicht individuell schreiben.

    Aber hier schon mal der Beitrag, in dem ich alle wichtigen Links zusammengefasst habe.

    Gehe da mal dran und mache Dich schon bisschen schlau.

    An unsere Neuzugänge und für die alten Hasen zur Erinnerung - Wichtige Informationen und Gesundheitsthemen - Hashimoto-Forum


    LG

    Augenstern

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