Plötzlich Erhöhung des TSH-Wertes um mehr als das Vierfache

  • Hallo liebe Mitteilnehmer,


    bin seit heute hier angemeldet und habe mich bereits im Vorstellungsbereich "angemeldet" und meine Profil bearbeitet.


    Da ich mich derzeit sehr unwohl in meiner Haut fühle, habe ich nach erfolgreicher Suche dieses Forum entdeckt und erhoffe mir hier Hilfe durch Lesen der Einträge oder Antworten auf meine Fragen.


    Mein letzter Bluttest vom 23.05.19 hat mich sehr geschockt. Mein TSH Wert derin der Vergangenheit überwiegend in den Grenzen lag, hat sich mehr als vervierfacht und betragt aktuell 8,36.


    Meine Hausärztin war zwar etwas irritiert darüber, fand es aber ausreichend ab jetzt an einem konstanten Wochentag 1 Tablette zusätzlich zu nehmen.


    Bisher war die Dosis 650 mg pro Woche und nach dem neuen Bluttest ab sofort 750mg. Kann das ausreichend sein? Da ich derzeit (seit etwa 3 Monaten) sehr müde und antrieblos bin, unter depressiven Verstimmungen und Antriebslosigkeit leide, wäre ich natürlich glücklich wenn der Zustand der Unterfunktion schnellsten beendet werden könnte.


    Eine weitere Frage bezieht auf die Art der Wertebestimmung. Mein ehemaliger Arzt bestand darauf vor der Blutentnahme die Schilddrüsentablette vorher einzunehmen. Nach dem Arztwechsel vor 8 Jahren soll ich die Tablette keinesfalls nehmen. Was ist nun korrekt und in diesem Zusammenhang wundert mich auch, dass seit mindestens 10 Jahren nur noch der TSH Wert bestimmt wird. Müssten von Zeit zu Zeit nicht auch einmal die T3 und T4 Werte kontrolliert werden?


    Bin gerade etwas sehr verunsichert und würde mich über eine kurze Antwort freuen.

    Vielen Dank.

  • Moin pauline!

    Mein letzter Bluttest vom 23.05.19 hat mich sehr geschockt. Mein TSH Wert derin der Vergangenheit überwiegend in den Grenzen lag, hat sich mehr als vervierfacht und betragt aktuell 8,36.

    Ja, solch ein hohes TSH sollte sowohl Dich als auch die Ärztin aufrütteln.

    Anscheinend hat das nur bei Dir geklappt.:zwinkern:

    Meine Hausärztin war zwar etwas irritiert darüber, fand es aber ausreichend ab jetzt an einem konstanten Wochentag 1 Tablette zusätzlich zu nehmen.

    Tja, dann ist sie wohl nicht wirklich in der Materie "Schilddrüse" bewandert.


    Das TSH reagiert auf div. Vorgänge im Körper und dem sollte man unbedingt nachgehen.

    Hier habe ich einiges aufgezählt, was dringend gemessen werden sollte:

    Vorschlag für eine umfassende Diagnose


    Wenn Du schon so lange Hashimoto hast, dann wäre es sinnvoll, den Ursachen auf den Grund zu gehen.

    Wann war der letzte Ultraschall? Gibts da was Schriftliches bezüglich größe und Beschaffenheit des Gewebes?


    Bisher war die Dosis 650 mg pro Woche und nach dem neuen Bluttest ab sofort 750mg. Kann das ausreichend sein? Da ich derzeit (seit etwa 3 Monaten) sehr müde und antrieblos bin, unter depressiven Verstimmungen und Antriebslosigkeit leide, wäre ich natürlich glücklich wenn der Zustand der Unterfunktion schnellsten beendet werden könnte.

    Diese Berechnung der Menge an SD-Hormonen ist etwas ungewöhnlich.

    Wer hat Dir die gesagt?

    Übrigens, es sind µg, nicht mg :zwinkern:


    Wie genau nimmst Du das LT ein?

    Eine weitere Frage bezieht auf die Art der Wertebestimmung. Mein ehemaliger Arzt bestand darauf vor der Blutentnahme die Schilddrüsentablette vorher einzunehmen. Nach dem Arztwechsel vor 8 Jahren soll ich die Tablette keinesfalls nehmen. Was ist nun korrekt und in diesem Zusammenhang wundert mich auch, dass seit mindestens 10 Jahren nur noch der TSH Wert bestimmt wird. Müssten von Zeit zu Zeit nicht auch einmal die T3 und T4 Werte kontrolliert werden?

    Es kommt darauf an, was Du bei der Messung erfahren möchtest.

    Willst Du Deinen täglichen Höchststand erfahren, dann etwa 2 Stunden vorher nehmen.

    Willst Du in etwa wissen, wie Dein niedrigstes Niveau ist, dann ohne Tabletteneinnahme.


    Wer die Tabletteneinnahme auf morgens und abends verteilt, was physiologischer ist, nimmt nur die Abenddosis ein und misst morgens, was dann in etwa das mittlere Niveau darstellt.


    LGA

    "Frage den Kranken, ob er bereit ist alles aufzugeben, was ihn krank macht.
    Erst dann darfst Du ihm helfen"

    (Sokrates)

  • Lieber/ liebe Augenstern,


    vielen Dank für die so schnellen und ausführlichen Antworten.


    Ist mir alle die Jahre noch nicht wirklich aufgefallen, dass es sich nur um µg und nicht mg handelt. :zwinkern:


    Zu Beginn der Diagnose wurde einmalig ein Szintigramm erstellt. Dieses zeigte auch Knoten. Im Laufe der Jahre wurde

    mehr oder weniger regelmäßig, eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Durch die Verkleinerung der Schilddrüse verschwanden dann nach und nach auch die Knoten.


    Diese Woche Montag dann noch einmal eine Ultraschalluntersuchung , nach dem hohen Wert. Schriftliche Unterlagen darüber habe ich leider nicht.


    Die Aussage war dahingehend, dass sich der rechte Schilddrüsenteil weitestgehend aufgelöst hat, links ist wohl noch mehr Gewebe vorhanden. Das Organ sei sehr "unruhig". Knoten oder Zysten sind keine vorhanden.


    Die Art die Hormondosis in der Jetzigen Art festzulegen, kenne ich erst durch meine aktuelle Ärztin. Sie "jongliert" die Werte immer in der Form aus, dass ich z.B. sonntags nur eine halbe, ganze oder so wie jetzt 1,5 Tabl. einnehme. Wäre jetzt durchschnittlich eine Tagesdosis von 107,14 µg. Die Dosis gibt es wohl nicht in Tablettenform ?!?


    Nun zur wichtigesten Erkenntnis, ihren link bzgl. Diagnose. :Daumen:


    3 verschiedene Hausärzte (davon 2 Internisten) haben sich jetzt 25 Jahre mit meiner Diagnose auseinandergesetzt.

    Nicht einer hat jemals in irgendeiner Form Ursachenforschung betrieben, geschweige denn solch eine umfangreiche Laboruntersuchung veranlasst. Das finde ich schon ein wenig traurig.


    Ich versuche beim nächsten Arzttermin meine Ärztin einmal vorsichtig auf die noch ausstehenden Bluttest etc. anzusprechen. Meine Erfahrung sagt mir da leider, dass Ärzte

    nicht sehr gut darauf ansprechen, wenn Patientien ihnen ihre arbeitsweise "vorschreiben" möchten. :TraurigesJa:


    Vielleicht sollte ich einmal bei einem Endorkrinolen vorstellig werden. Aber ich denke, dass funktioniert nur per Überweisung.


    Den nächsten Arzttermin, werde ich mit dem neu erlangten Wissen aber ganz anders angehen.



    Danke vielmals.

    pauline

  • Hallo Pauline!


    Für den Endokrinologen brauchst du keine Überweisung. Hat mir auch sehr viele Werte gebracht und einige neue Erkenntnisse.


    Ich nehme täglich 106,25.

    Das kann man sich prima stückeln.

    Ich nehme morgens 50 (1/2 100er) mit einer viertel 25 (6,25) , , also morgens 56,25 und abends 50.

    Man sollte schon zusehen , täglich die gleiche Dosis zu nehmen und diese zu splitten.


    Viel Erfolg.


    LG Steffi

  • Man sollte schon zusehen , täglich die gleiche Dosis zu nehmen und diese zu splitten.

    Auf jeden Fall!

    Nur die Aufteilerei muss man langsam angehen, wenn man jahrelang die Dosis nur morgens eingeworfen hat.


    Ist mir alle die Jahre noch nicht wirklich aufgefallen, dass es sich nur um µg und nicht mg handelt. :zwinkern:

    :CrazyGrins::CrazyGrins:

    Das hättest Du keine 25 Jahre überlebt

    Diese Woche Montag dann noch einmal eine Ultraschalluntersuchung , nach dem hohen Wert. Schriftliche Unterlagen darüber habe ich leider nicht.

    Lasse Dir ab jetzt alles schriftlich geben, es ist Dein Recht.

    Kannst Auch bis zu 10 Jahren die Sachen nachfordern, solange müssen die abgespeichert/aufgehoben sein.

    Die Art die Hormondosis in der Jetzigen Art festzulegen, kenne ich erst durch meine aktuelle Ärztin. Sie "jongliert" die Werte immer in der Form aus, dass ich z.B. sonntags nur eine halbe, ganze oder so wie jetzt 1,5 Tabl. einnehme. Wäre jetzt durchschnittlich eine Tagesdosis von 107,14 µg. Die Dosis gibt es wohl nicht in Tablettenform ?!?

    Würde mich mal interessieren, wie sie dieses Vorgehen begründet.

    Die Tabletten kann man alle teilen und somit eine genaue Dosierung herstellen.


    Bei Deiner anscheinend kaum noch vorhandenen SD sehe ich die Dosis sowieso als zu wenig an, was ja das TSH bestätigt.


    3 verschiedene Hausärzte (davon 2 Internisten) haben sich jetzt 25 Jahre mit meiner Diagnose auseinandergesetzt.

    Nicht einer hat jemals in irgendeiner Form Ursachenforschung betrieben, geschweige denn solch eine umfangreiche Laboruntersuchung veranlasst. Das finde ich schon ein wenig traurig.

    Traurig ja, aber durchaus sinnig, weil die Schulmedizin sich auf Symptombehandlung fokussiert, nicht auf Systembehandlung.

    Wir als Mensch sind aber ein System und entsprechend werden sich Symptome entwickeln, wenn etwas nicht rund läuft.


    Gib Dich keinen Illusionen hin, dass Du mit Leichtigkeit die Werte abarbeiten kannst.

    Das wäre ein Wunder.

    Deshalb mache Dich schlau und tritt selbstbewußt aber nicht zu fordernd auf.

    Jammerei können Ärzte kaum leiden, also schön sachlich bleiben. :zwinkern:


    Und erwähne nix vom Internet, das ist ein rotes Tuch!


    Ansonsten bleibt Dir dann noch ein freies Labor, findest Du im Internet.

    Selber Zahlen kannst Du auch anbieten, ist aber nicht immer erfolgreich.



    Den nächsten Arzttermin, werde ich mit dem neu erlangten Wissen aber ganz anders angehen.

    Viel Erfolg!


    Lies mal noch hier:

    Tipps zur Unterstützung der Gesundheit im Alltag


    Das sind Tipps, mit denen Du Dich selber schon mal beschäftigen kannst und möglichst auch umsetzen solltest.

    Sie helfen Dir langfristig sehr, Dich über Wasser zu halten.


    LGA

    "Frage den Kranken, ob er bereit ist alles aufzugeben, was ihn krank macht.
    Erst dann darfst Du ihm helfen"

    (Sokrates)

  • Ein dickes Dankeschön für die weiteren Informatonen und Ratschläge. Ich weiß jetzt was ich im Auge behalten muss und

    wie es weitergehen könnte.


    Werde berichten, wenn es etwas Neues gibt.

    Nächster Test aber erst Ende August.


    Einen schönen Abend.

  • Hallo Steffi,


    ich weiß jetzt nicht ob und in welcher Art dich diese Antwort erreicht. Ich versuche es mal auf diesem Weg. (Zitat).


    Natürlich heißt der Spezialist Endokrinologe. :zwinkern:

    Der Endorkrinolen müsste erst noch erfunden werden. :Durcheinander:


    Gut zu wissen, dass ich den Endokrinologen ohne Überweisung aufsuchen kann.


    So wie du es schreibst, wäre es aus meiner Sicht auch einleuchtend. Eine taggenaue Dosiseinnahme erzeugt keine Schwankungen.


    Ich werde vorsichtigt versuchen, meine Ärztin dazu zu bewegen, mir entsprechende "Tablettengrößen" zu verschreiben um täglich die gleiche Dosierung einnehmen zu können.


    Vielen Dank und einen schönen Abend.

    pauline

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