Wäre eine komplette Entfernung der Schilddrüse nicht besser?

  • Hallo zusammen,


    nachdem mir der Nuklearmediziner meines Vertrauens gestern bei der SD-Kontrolle mitteilte, das ich meine Haare so lange weiter verliere bis das Hashimoto weg wäre (guter Witz), bin ich am grübeln...


    Wäre es nicht eine Idee die Schilddrüse komplett zu entfernen und durch Medikamente zu ersetzen? Dann wäre doch die Entzündung weg und arbeiten tut sie ja doch eh nicht so wie sie soll?!


    Meiner Tante wurde die SD komplett entfernt (ich glaube wegen Knoten) und sie lebt sehr gut damit.


    Als Frau fast mit Glatze rum zu laufen, ist einfach zu viel für meine Psyche. Oben auf dem Kopf habe ich nur noch ein paar kurze hauchdünne Haare... nur an der Seite sind sie lang aber auch mehr als dünn.... frisieren oder sowas geht schon seit Jahren nicht mehr. Ich werde immer angestarrt.... obs wegen meiner dicken Figur oder wegen der Haare ist weiß ich nicht....aber es ist einfach schrecklich...


    Ich nehme seit 2009 Euthyrox 100mg. Mal nehm ich ab ohne Probleme und dann wieder so derbe zu das ich dabei zusehen kann.... ich habe im Jahr 2014 20 kg zugenommen. 2012 hatte ich 30 kg abgenommen.
    Aktuell bin ich bei 136 kg bei 181cm.
    (Andere Krankheiten: Diabetes Typ 1, PCO, Schuppenflechte, Rheuma)



    Ich will einfach nicht mehr......


    Ist die Entfernung nicht eine Chance das alles wieder gut wird? :(:Durcheinander:



    Blutwerte poste ich später wenn ich sie in 10 Tagen bekomme...

  • Huhu und Herzlich Willkommen im Forum :Wink:


    Zur Total-OP kann ich nicht viel sagen. Damit kenne ich mich so gar nicht aus.


    Beim Thema Haarausfall können noch ein paar Faktoren mit reinspielen:


    Eisen bzw Ferritin. Bei einem Mangel verabschieden sich ebenfalls die Haare. Zink und Biotin gehören auch noch dazu.
    Die weiblichen Geschlechtshormone bzw eine Schieflage der Hormone können ebenfalls mitwirken am Haarausfall.


    Wurden neben den SD-Werten noch in diese Richtung untersucht?


    LG
    Kathi

  • Saiya :Wink:


    Hier kurz was zum Ferritin, nach Dr. Wentz, sollte der Ferritin bei:


    Ferritin sollte bei mindestens 40 ng/ ml liegen um Haarausfall zu stoppen


    Bei 70 damit die Haare wieder nachwachsen


    Und bei 90-110 für die SD Funktion liegen.


    Wichtig für die Haare sind auch noch Biotin, Kieselerde, Hyaloronsäure.


    Wenn Du zu trockenen Spitzen neigst, könntest Du mit Ölen arbeiten.


    Da musst Du aber testen was Dir am besten hilft.


    Kokosöl, Olivenöl ( ist sehr schwer und auch für kaputtes Haar) , Mandelöl, Sesamöl etc.


    Von der Menge musst Du testen wie viel Du brauchst, mit Alufolie wirkt es besser.


    Es gibt aber auch noch andere Ursachen wie Kati schon geschrieben hat.


    Liebe Grüße

  • Grundsätzlich ist jede OP ein Risiko, das man ohne triftigen Grund nicht eingehen sollte.


    Du hast hauptsächlich eine Autoimmunkrankheit, keine SD-Krankheit.
    Außer, Deine SD hat zusätzlich Knoten, die behandlungsbedürftig sind.
    Dann kann/muss man über die Entfernung nachdenken.


    Deine Symptome werden sich nicht dadurch bessern, dass dieses Organ weg ist.


    Du scheinst eine ganze Latte von Problemen zu haben, aber die hängen nicht an der SD, sondern Hashi ist auch eine der Krankheiten.


    Du wirst nicht umhin kommen, eine sehr gute Diagnostik zu machen und alles sinnvoll anzugehen, wenn Du wieder besser drauf sein willst. Auch bezüglich des KI-Wunsches.


    In folgendem Thema habe ich einiges zur Diagnostik geschrieben:
    http://www.hashimoto-forum.de/viewtopic.php?f=67&t=2511


    Im Vorwort erkläre ich auch ein wenig zu Hashimoto.


    Vielleicht hilft Dir das, für Deine Frage eine Antwort zu finden.


    Außerdem haben wir hier im Forum über Ernährung und diverse Therapieformen schon viel geschrieben.
    Vielleicht magst Du Dich da mal durchwühlen?


    Wichtig ist z.B. auch das Thema "Progesteron"bezüglich PCO und Kinderwunsch
    Steht im Unterforum
    "Verschiedene Therapien, Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel".


    Dort haben wir auch eine Buchecke eingerichtet. ;)


    Viel Erfolg bei der Info-Suche!


    LG Augenstern

    "Frage den Kranken, ob er bereit ist alles aufzugeben, was ihn krank macht.
    Erst dann darfst Du ihm helfen"

    (Sokrates)

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