Völlig überfordert nach SD Unterfunktion Diagnose...

  • Hallo,


    ich - w, 26 - habe seit etwa drei Jahren gesundheitliche Probleme. Zu den Symptomen zählen: Müdigkeit, wenig Energie , starke Gewichtszunahme, Zyklusstörungen (nur etwa alle 4 Monate), oft Bauchschmerzen, Depression, Konzentrationsschwierigkeiten, fast immer kalte Hände und Füße, Taubheitsgefühl in Händen und Füßen, Haarausfall, Haare sind trocken und spröde.
    Weil ich zeitweise sehr mit Depressionen zu kämpfen hatte und mein Selbstwertgefühl aufgrund der Gewichtszunahme ziemlich gelitten hat, bin ich sehr sehr lange nicht zum Arzt gegangen, obwohl ich mich echt krank gefühlt habe. Vor zwei Wochen habe ich es dann endlich geschafft und mich überwunden und war bei einer Ärztin. Sie hat mir Blut abgenommen und schon die Vermutung geäußert, dass es was mit der Schilddrüse sein könnte.
    Gestern hat sie dann die Ergebnisse mit mir besprochen und mir gesagt, ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion. Sie hat mir L-Thyroxin 25 verschrieben und heute morgen habe ich die erste Tablette davon genommen. Ich soll in 6 - 8 Wochen wieder kommen, zum Blutabnehmen zur Kontrolle und dann wird sie auch die t3 und t4 Werte und Antikörper testen lassen, um herauszufinden, ob eine Autoimmunerkrankung vorliegt. Beim ersten Bluttest wurde nur der TSH Wert gemessen.
    Ich war gestern so überwältigt irgendwie, dass ich gar nicht wusste, was ich sie sonst noch Fragen sollte dazu und bin mit meinem Rezept gegangen. Jetzt habs ich mal ein bisschen recherchiert und mr auch mal die Laborwerte genau angesehen und so und habe so viele Fragen und fühle mich total überfordert. Vielleicht kann mir hier jemand helfen.


    Was muss ich denn jetzt in den nächsten Wochen erwarten? Ich habe gelesen, dass viele am Anfang Symptome wie bei einer Schilddrüsenüberfunktion haben, ist das wahrscheinlich bei einer so geringen Dosis? Verstärkt das Hormon den Haarausfall?


    Ich möchte unbedingt mein Gewicht reduzieren. Ich bin seit einigen Wochen dabei, meine Ernährung umzustellen und habe jetzt so viele Infos zu Ernährung und Schilddrüsenunterfunktion gefunden, dass ich nicht mehr so ganz durchsteige. Ich esse sehr viel Gemüse und Obst, Hülsenfrüchte, Bohnen, fast nur Vollkorngetreide. An tierischen Produkten esse ich Eier, Fisch, selten Fleisch und keine Milchprodukte (ich bin laktoseintolerant). Ist es generell eine gute Idee, mal eine zeitlang komplett auf Gluten zu verzichten, um zu sehen, was passiert? Darf ich Soja essen oder nicht? Gibt es noch etwas wichtiges, auf das ich besonders achten muss?


    Ich überlege, ob ich vielleicht auch mal zu einem Heilpraktiker gehe. Habt ihr damit gute Erfahrungen gemacht? Muss ich sowas erst mit meiner Ärztin besprechen?


    Meine Leberwerte sind erhöht, ist das normal bei Problemen mit der Schilddrüse?


    Hier ist mein Wert:


    TSH, basal -- 4, 661


    Und falls die auch interessant sind:


    D3 -- 48,7
    B12 -- 401


    Ach ja, gestern hat sie sich auch meine Schilddrüse angesehen und gesagt, da sei nichts auffälliges.


    Wenn ich das nächste mal zur Blutabnahme gehe, welche Werte sollten noch getestet werden, ausser den Schilddrüsenhormonen?


    Wow, das war viel. Tschuldigung... Hoffentlich hat jemand Zeit yich das durchzulesen und ein paar meiner Fragen zu beantworten.


    Viele Grüße und danke schonmal (auch dafür, dass ihr hier soviele Infos zum Thema sammelt!),


    Darcy

  • Herzlich willkommen, Darcy!


    Leider ist es schon ziemlich spät, deshalb nur schnell noch einen Tipp:


    Ich habe mal einen möglichen Diagnoseverlauf zusammengestellt:
    http://www.hashimoto-forum.de/viewtopic.php?f=67&t=2511


    Vielleicht findest Du dort einiges, was Dir weiterhelfen könnte, weil Du ja nach weiteren Werten fragst für Deinen nächsten Arztbesuch.


    Ansonsten gibt es hier im Forum jede Menge interessante Themen in dem Unterforum
    "Verschiedene Therapien, Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel" oder "Begleiterkrankungen".


    Kurzantwort für Deine Ernährungsfragen:


    Soja würde ich meiden, Gluten mal für einige Zeit weglassen und den Rest machst Du da schon gut!!


    Schaue auch mal in die Bücherecke. Da ist einiges an Literatur, was Dich interessieren könnte.
    z.B. Peter Mersch "Wie Übergewicht entsteht und wie man es wieder los wird"


    Jetzt muss ich leider ins Bett ;)


    LG und eine gute Zeit hier bei uns,
    Augenstern

    "Frage den Kranken, ob er bereit ist alles aufzugeben, was ihn krank macht.
    Erst dann darfst Du ihm helfen"

    (Sokrates)

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