Hashimoto und so viele offene Fragen für mich

  • Hallo Zusammen,


    vielen Dank für die Aufnahme im Forum.

    Eigentlich brennen mir sehr viele Fragen unter den Nägeln. Eine davon ist... ist denn das alles normal?

    Mein Krankheitsverlauf war glaube ich etwas "heftig" durch die hohen Werte. Die ich mit Sicherheit durch eine einigermaßen "erfolgreiche" Symptombekämpfung erreicht habe.
    Also, pflaumen für die Verdauung, mich zum Sport gequält gegen die Wassereinlagerungen.. mich allgemein sehr gequält um überhaupt irgendwas noch fertig zu bekommen.... und und und...


    Ich habe ca. 4 Monate gebraucht bis ich einen "guten" TSH Wert hatte und erst seit zwei Monaten in Folge sagen die Blutwerte - es scheint sich eingependelt zu haben.

    Mein Gefühl sagt mir aber, ich bin noch ziemlich weit weg von meiner alten Form. Nich nur körperlich durch die lange Pause vom Sport und die Gewichtszunahme..sondern vorallem meine Belastbarket. Ich brauche mehr Schlaf, mehr Ruhe... ich muss mittlerweile Frühstücken sonst falle ich ein Stimmungtief... allgemein bin ich wesentlich emotionaler als vorher.

    Ich bin regelmäßig aufgebläht, Müde, Emotional, aufgedreht bis total erschöpft. Ist das alles noch normal und findet sich ein? oder ist das alles normal und bleibt so?


    Ich verstehe auch noch nicht ob ich dann noch Hashimoto-Schübe habe. Ab wann geht mann denn davon aus, dass meine Schilddrüse eigentlich zerstört ist. Bei der Höhe meiner Dosierung würde ich nach allem was ich gelesen habe, davon ausgehen, dass meine Schildi nicht mehr so wahnsinnig produktiv ist.


    Ich habe duch meinen Hashimoto gelernt, dass ich Geduld brauche und vor allem mehr Achtsamkeit in meinem Leben auf mich und meine Gesundheit... und das nicht nur mit Ernährung und Sport.

    Aber mein "nicht mehr so können" stellt mich regelmäßig vor Entscheidungen die ich immer häufiger gegen etwas fällen muss, was ich sonst immer gern getan hätte. (Konzerte, Wanderungen, langes wachbleiben...)

    Ich wüsste einfach gern ob es euch auch so ging.. und noch so geht. Ob ich hier weiter an meiner Geduld arbeiten muss oder einfach mehr Frieden mit meinem neuen Leben finden muss.


    Vielen Dank für euer Forum und die Unterstützung. Liebe Grüße Anna


    Aktuellen Werte:

    TSH basal LIA 1,27µIU/ml bei einem Referenzwert von 0,27-4,2


    T3 2,60pg/ml bei einem Referenzwert von 2,0-4,4


    T4 1,22ng/dl bei einem Referenzwert von 0,90-2,00

  • Super, Du bist ja wirklich zackig dabei. Kaum angemeldet und die Beiträge fließen :cooler:


    Bevor ich Deine Fragen versuche zu beantworten, hier eine Zusammenfassung meinerseits, welche Themen wichtig sind und mit den passenden Verlinkungen. Vielleicht hast Du das schon gesehen, aber doppelt hält besser :zwinkern:

    An unsere Neuzugänge und für die alten Hasen zur Erinnerung - Wichtige Informationen und Gesundheitsthemen - Hashimoto-Forum


    Hier nun zu Deinen direkten Fragen im obigen Text:

    Eigentlich brennen mir sehr viele Fragen unter den Nägeln. Eine davon ist... ist denn das alles normal?

    Was ist schon normal???
    So, wie Du runter warst was die Schilddrüse betrifft, wundert es mich eher, dass Du scheinbar doch noch einiges geregelt bekommen hast.

    Ich sehe dich da eher im Positiven als nicht "normal".


    Deine Werte waren ja abgrundtief im Keller, da wundert es einem, dass Du noch laufen konntest.

    Ich habe ca. 4 Monate gebraucht bis ich einen "guten" TSH Wert hatte und erst seit zwei Monaten in Folge sagen die Blutwerte - es scheint sich eingependelt zu haben.

    Auch diese 4 Monate sind eine kurze Zeit.

    Jetzt solltest Du schauen, das Drumherum ordentlich abzuklären.

    Dazu gehören Blutwerte, die ich hier aufgelistet habe.

    Vorschlag (Diag.)

    Nimm das nicht auf die leichte Schulter, sondern lasse alles, was da steht, messen.

    Wenn sich die Ärztin quer stellt, gehe in ein freies Labor oder biete an, es selbst zu zahlen. KK bezahlt nicht immer alles, das bringt den Arzt in die Zwickmühle.

    Mein Gefühl sagt mir aber, ich bin noch ziemlich weit weg von meiner alten Form. Nich nur körperlich durch die lange Pause vom Sport und die Gewichtszunahme..sondern vorallem meine Belastbarket.

    Deshalb jetzt die Rundum Kontrolle, was da bei Dir los ist.

    Im Körper gibt es nichts, was nicht zusammen arbeitet!!!

    Ich bin regelmäßig aufgebläht, Müde, Emotional, aufgedreht bis total erschöpft. Ist das alles noch normal und findet sich ein? oder ist das alles normal und bleibt so?

    Naja, das ist alles zumindest ein Zeichen, dass einiges noch nicht rund läuft. Deshalb abklären...

    Ich verstehe auch noch nicht ob ich dann noch Hashimoto-Schübe habe. Ab wann geht mann denn davon aus, dass meine Schilddrüse eigentlich zerstört ist. Bei der Höhe meiner Dosierung würde ich nach allem was ich gelesen habe, davon ausgehen, dass meine Schildi nicht mehr so wahnsinnig produktiv ist.

    Gibt es Ultraschalluntersuchungen der SD?
    Wenn ja, stelle mal hier Infos ein. Da kann man am besten erkennen, was mit dem Organ so los ist.


    Die Höhe Deiner Dosierung ist noch nicht besonders viel :zwinkern:

    Da geht noch was, vor allem, was Deine Werte betrifft + Deinem Befinden wird es eh noch nicht reichen.


    Je nachdem, wie sich die Werte das nächste mal zeigen, muss man auch über das Hormon T3 nachdenken, nicht nur über T4.


    Aber bitte gleich vorweg: Keine Kombipräparate und keine Rinder-oder Schweine Schilddrüsenextrakte nutzen!!!!

    Da sind zu viele Probleme, die dann wirklich ziemlich heftig sein können!!!

    Aber mein "nicht mehr so können" stellt mich regelmäßig vor Entscheidungen die ich immer häufiger gegen etwas fällen muss, was ich sonst immer gern getan hätte. (Konzerte, Wanderungen, langes wachbleiben...)

    Einerseits nicht einfach, das verstehe ich!

    Andererseits stelle Dir folgende Frage:
    Wofür ist das Problem nützlich?


    Das meine ich sehr ernst mit der Frage, ist nicht als Floskel gemeint.
    Mit dieser Frage schiebst Du den Begriff "Problem" in eine positive Richtung, was dann auch entsprechende Auswirkungen im Gehirn hat.

    Man könnte sich einen Zettel hinlegen, auf den man Gedanken in dieser Richtung gleich notiert.

    Ich wüsste einfach gern ob es euch auch so ging.. und noch so geht. Ob ich hier weiter an meiner Geduld arbeiten muss oder einfach mehr Frieden mit meinem neuen Leben finden muss.

    Das mit dem Frieden hört sich gut an, aber nicht, weil man resigniert, sondern weil man Neues lernt!


    Was ich hier so lese, geht es doch vielen so, dass sie eher frustriert sind, weil nicht alles zackig wieder auf dem alten Stand ist.

    Nur, der Körper und Geist sind ja keine Maschinen, wo man auf den Knopf drückt und ein Reset macht.

    Es braucht seine Zeit, die individuell ist, bis der Laden wieder läuft.....

    TSH basal LIA 1,27µIU/ml bei einem Referenzwert von 0,27-4,2


    T3 2,60pg/ml bei einem Referenzwert von 2,0-4,4


    T4 1,22ng/dl bei einem Referenzwert von 0,90-2,00

    Die Werte sind noch ausbaufähig :zwinkern:

    Vor allem das fT3 reicht hinten und vorne nicht!

    Was und wann nimmst Du jetzt genau?


    So, das reicht erst mal, denke ich.

    Liebe Grüße,

    Augenstern

    "Frage den Kranken, ob er bereit ist alles aufzugeben, was ihn krank macht.
    Erst dann darfst Du ihm helfen"

    (Sokrates)

  • Nachtrag:
    Gerade sah ich, dass Du ja in der Vorstellung den Ultraschallbericht geschrieben hattest.

    Ich gucke mir das gleich nochmal an, aber da scheint nix mehr wirklich zu funktionieren.

    "Frage den Kranken, ob er bereit ist alles aufzugeben, was ihn krank macht.
    Erst dann darfst Du ihm helfen"

    (Sokrates)

  • Hallo Augenstern.


    Danke für deine schnelle Rückmeldung. Mir wurde auch erst wesentlich später klar wie hoch meine Werte waren.

    Ich habe einen sehr guten Draht zu meiner Hausärztin und bekomme normal alle Blutwerte die ich möchte... und darf auch so oft zum Blutwerte entnehmen kommen wie ich meine... Ich werde mir die Liste ausdrucken... Sie erstellt sowieso meistens das große Blutbild (glaube ich) und den Selbstzahler Anteil investiere ich auch gern. Vielleicht ist das letzte Blutbild ja schon etwas hilfreicher. Ich habe auch einen Ultraschall ca. 6 Wochen nach dem Krankenhaus machen lassen. Davon organisiere ich mir den Bericht.



    Danke, ich verstehe den Satz auch nicht als Floskel. Das ist wirklich nützlich... Bei mir brannte die Kerze auch wirklich an beiden Enden...ich hatte eher so 6:30 aus dem Haus, 18:30 aus der Arbeit in den Sport und wenns gut lief nach Haushalt und co. war um 22Uhr Feierabend... 2-3 Stunden Ruhe und dann 4-5 Stunden schlaf an einem normalen Tag.... Ich weiß schon... dass ich mich nicht sehr pfleglich behandelt habe.


    Zu allen rein physischen Symptomen darf man natürlich auch nicht vergessen dass man von heute auf morgen eine chronische Krankheit hat. Da muss der Kopf auch erst mal mit kommen. Durch meine Kündigung und den langen Aufenthalt zuhause musste ich mich sowieso erst einmal wieder komplett neu sortieren und mich besser kennenlernen.


    Also nochmal Danke für deine ausführliche Antwort. Ich kümmere mich um die Werte und ändere erst mal nichts an meinen Medikamenten... Momentan gehts mir auch relativ gut (wird ja zum Glück immer noch stetig besser)

    Liebe Grüße

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