Neu im Forum... meine aktuellen Werte!

  • Hallo zusammen :Wink:


    ich bin neu hier im Forum und gerade etwas ratlos, was meine aktuellen Werte betrifft. Deshalb wäre ich euch sehr dankbar wenn ihr mir weiterhelfen könnt.


    Vorab ein paar Infos zu mir und zu meiner Schilddrüse:
    Im Dezember 2013 habe ich angefangen Schilddrüsenhormone einzunehmen, da bei einer Routineuntersuchung eine latente Unterfunktion festgestellt wurde. Zunächst wurde mir Thyronajod 75 von Henning verschrieben. Darauf habe ich allerdings mit starkem Herzklopfen, schwitzenden und zitternden Händen sowie Schlafstörungen reagiert. Deshalb bin ich nach 3-4 Wochen auf L-Thyroxin 75 (ebenfalls von Henning) umgestiegen.


    Die ersten 5-6 Wochen habe ich mich mit den neuen Tabletten und dieser Dosis sehr wohl gefühlt. Dann bekam ich allerdings erneut Herzklopfen und extrem zitternden Hände. Bei der darauffolgenden Blutentnahme im April 2014 wurde ein TSH Von 0,05 festgestellt. Das freie T3 und T4 befand sich zu dieser Zeit im oberen Drittel. Sowohl meine Hausärztin als auch mein Nuklearmediziner haben mir aufgrund der Werte und der Beschwerden dazu geraten, die Dosis zu reduzieren. Seitdem nehme ich im 3-Tagesrhythmus L-Thyroxin 50/50/75.


    Allerdings kämpfe ich nun seit einigen Wochen wieder mit den folgenden Beschwerden: Müdigkeit, sehr niedriger Blutdruck (86:58), Konzentrationsprobleme, Wassereinlagerungen in den Händen und Beinen, trockene und schuppige Haut :( . Daher überlege ich die Dosis wieder etwas zu steigern, eventuell auf 50/75 im 2-Tageswechsel. Mein Nuklearmediziner hat mir auf Nachfrage zwar die "Erlaubnis,, dafür gegeben... allerdings schließt er definitiv aus, dass meine Beschwerden mit der Schilddrüse zusammenhängen. Das verwirrt mich... Eigentlich sind das doch typische Symptome für eine Unterfunktion oder?


    Hier mal meine aktuellen Werte vom 26.06.2014:
    TSH basal µE/mL: 1,09 [0,3- 3,5]
    freies T3 pmol/L: 5,7 [3,5-8,1]
    freies T4 pmol/L: 17,5 [10-25]
    TAK U/ml: 28 [0-33]
    anti TPO U/ml: 30 [0-60]
    TRAK IU/L: 0,0 [0-2]
    hTg-s ng/ml: 3,8 [0-50]
    Wiederfindung %: 116 [70-120]
    SD-Volumen 5ml, Grundstruktur etwas inhomogen, ohne Herdbefunde


    Was haltet ihr davon? Wozu würdet ihr mir raten :Hilfe: ?


    Liebe Grüße...
    Fragolina25

  • Hallo Fragolina,


    herzlich willkommen.


    Wenn man deine Dosierung von 50/50/75µg auf eine Tagesdosis umrechnet, sind das täglich 58,33µg.
    Da du (für dich eindeutige) UF-Symptome hast, könntest du eine Dosiserhöhung probieren.
    Die Wechseldosis 50/75mg empfehle ich aber nicht. Besser wäre es täglich die gleiche Hormondosis zu nehmen. In deinem Fall wären das täglich 1/2 50er + 1/2 75er. Damit kommst du auf eine Tagesdosis von 62,5µg.


    Den Spruch: "Ihre Beschwerden kommen nicht von der SD." hören sehr viele, die hier schreiben.


    LG Ellen

  • Hallo Ellen,


    vielen Dank für deine schnelle Antwort und die nette Begrüßung :Danke: .


    Deinen Vorschlag, täglich die gleiche Dosis einzunehmen, finde ich sehr interessant. Das werde ich auf jeden Fall ausprobieren. Ich war eh von Anfang an skeptisch ggü. dieser wechselnden Hormondosis. Allerdings hat mir sowohl meine Hausärztin als auch die Apothekerin versichert dass es völlig unproblematisch wäre... Aber mittlerweile verlasse ich mich sowieso nicht mehr ausschließlich auf die Aussagen der Ärzte / Apotheker. Aus diesem Grund bin ich wirklich froh, dass ich dieses Forum gefunden habe. Es ist eine super Möglichkeit für "Anfänger" wie mich sich selbst ein bisschen schlau zu machen :ThumbsUp: .


    Was mich noch interessieren würde... Worin liegt denn deiner Meinung nach das Problem, wenn man im Wechsel 50μg und 75μg nimmt? Bzw. was wäre der Vorteil einer täglichen Dosis von 62,5μg? Denkst du, dass diese Erhöhung vorerst ausreicht? Mein Nuklearmediziner ist nämlich der Meinung, dass eine derart geringe Steigerung sowieso keine Auswirkungen hätte.


    Lg Fragolina

  • Hallo Fragolina,


    ich merke einen Dosisunterschied von nur 6,25µg. Mein HA meinte auch, dass man so eine geringe Dosisänderung nicht merkt.
    Mein Internist sah mich letztens ungläubig an, als ich ihm sagte, dass ich eine Dosis von 93,75µg nehme.
    Beide Ärzte gehen wohl davon aus, dass man erst eine Dosisänderung von 12,5µg bemerkt.


    Das schwierige an Wechseldosierungen ist, dass der Körper nicht zur Ruhe kommt, da mal zu wenig und mal zu viele Hormone kommen. (Es gibt einige, die verkraften das, andere wiederrum haben damit Probleme. Ich persönlich bin kein Freund von Wechseldosierungen.)
    Außerdem denke ich, dass die Blutwerte nicht gerade aussagefähig sind. Wenn du am Vortag 50µg nimmst, sind die freien Werte höchstwahrscheinlich niedriger, als wenn du am Vortag 75µg genommen hast.


    Da dein TSH mit 75µg sehr niedrig war, denke ich, dass für´s erste eine tägliche Dosis von 62,5µg ausreichend ist.


    Noch eine Frage:
    Hast du deine LT-Tablette vor der Blutentnahme weggelassen und erst hinterher genommen?


    LG Ellen

  • Hallo Ellen,


    das hört sich plausibel an. Und deine Beschreibung passt auch ganz gut zu meinem Befinden. An manchen Tage habe ich Herzklopfen und Probleme beim Einschlafen, an anderen bin ich wiederum "zum Umfallen" müde. Ich werde es ab morgen einfach mal mit 62,5µg versuchen. Diese Dosis muss ich dann mind. 4-6 Wochen beibehalten oder? Wie lange dauert es denn bei dir, bis sich eine Dosisänderung bemerkbar macht?


    Die LT-Tabletten habe ich am Tag der Blutentnahme überhaupt nicht genommen, da ich den Termin beim Nuklearmediziner erst am Nachmittag hatte. Am Morgen davor habe ich übrigens 50µg eingenommen.


    Vielen Dank nochmal für deine Hilfe und die Tipps, damit hast du mir wirklich weiter geholfen :ThumbsUp: .


    Lg Fragolina

  • Hallo Fragolina,


    dass du deine Tablette am Tag der BE nicht genommen hast ist gut. Generell gilt ja, dass die LT-Tablette am Tag der BE nicht vor der BE eingenommen werden soll.


    Aber, dass du erst am Nachmittag die BE hattest, ist nicht optimal. Der TSH-Wert schwankt im Tagesverlauf und ist morgens am höchsten. Deswegen ist es am besten, wenn die BE am Vormittag stattfindet.


    Normalerweise ist eine BE 6-8 Wochen nach einer Dosisänderung sinnvoll, 4 Wochen sind zu kurz.


    Ich merke eine Dosisänderung gleich am Tag nach der ersten geänderten Dosis. Nach ca. 2 Wochen weiß ich ob eine erneute Anpassung (wenn die Änderung um 6,25µg zu wenig war) nötig ist oder ob die neue Dosierung passt.


    LG Ellen

  • Hallo Ellen,


    ich habe deinen Rat befolgt und heute das erste Mal eine halbe 50er und eine halbe 75er genommen. Hatte zwar etwas Probleme beim Teilen der Tabletten (sie sind nicht exakt in der Mitte gebrochen), aber ich fühle mich bisher gut und habe keinerlei Anzeichen für eine Überdosierung :) . Werde diese Dosis jetzt mal für ein paar Wochen beibehalten... bin gespannt ob die Müdigkeit dadurch weniger wird.


    Danke dir für den Hinweis bzgl. der BE. Mir war überhaupt nicht klar, dass der TSH im Tagesverlauf schwankt :O . Da habe ich wohl noch einziges zu lernen. Bei der nächsten BE werde ich auf jeden Fall auf einen Termin am Vormittag bestehen.
    Dann kann ich ja davon ausggehen, dass mein TSH doch noch über 1,0 liegt oder? Mein Nuklearmediziner sprach nämlich genau deshalb von einer optimalen Einstellung der Schilddrüse.


    Was mir gerade noch einfällt... Gibt es eigentlich einen Zusammenhang zwischen der Schilddrüse / Hashimoto und Entzündungen im Hals :Durcheinander: ? Ich habe nämlich fast immer geschwollene Lymphknoten und sehr häufig Entzündungen (z.B. Angina). Hausärtzin und HNO konnten aber nichts auffälliges feststellen. Weiß vielleicht hier jemand etwas darüber?


    Nochmal vielen Dank für deine Hilfe!


    Lg Fragolina

  • Hallo Fragolina,


    es macht nichts, dass die Hälften ungleichmäßig groß sind. Es wird ja morgen wieder ausgeglichen, wenn du die anderen Hälften nimmst.
    Lieber solche kleinen Dosisunterschiede, als jeden Tag einen Unterschied von 25µg.


    Ich habe mir extra dafür einen Tablettenteiler (Apotheke) gekauft.


    Dein NUK sieht nur auf den TSH? :Schockiert:
    Ja, dieser Wert sollte um die 1,0 liegen. Aber ob das auch für dich zutrifft, kann er doch nicht wissen.
    Es kann schon sein, dass der am Nachmittag gemessene TSH am Vormittag über 1,0 gewesen wäre. Laut Regelkreis müsste es so sein. Darüber zu spekulieren bringt meiner Meinung nach aber nichts.


    Alle 3 SD-Werte müssen gemeinsam betrachtet werden. Wenn der TSH-Wert nicht eindeutig ist richtet man sich nach den freien Werten, insbesondere nach dem ft4, und dem Befinden.
    Jeder hat andere "Wohlfühlwerte", deshalb ist es nicht sinnvoll einen bestimmten Wert zu erreichen.


    Auf deine letzte Frage weiß ich leider keine Antwort.


    LG Ellen

  • Hallo Ellen,


    entschuldige bitte meine späte Anwort, ich war die letzten Tage nicht oft im Internet.


    Es hat mich auch irritiert :Durcheinander: , dass mein NUK so auf den TSH fixiert ist. Aus diesem Grund und weil ich mich immer noch sehr erschöpft und müde fühle, habe ich heute nochmal meinen Hausarzt um Rat gefragt. Er hat mir direkt nochmal Blut abgenommen... und zwar am Vormittag :ThumbsUp: . Zusätzlich zu den SD-Werten überprüft er noch einige Nebenbaustellen (Vitamine und Eiweiß), bin schon gespannt auf die Ergebnisse.


    Vielen Dank nochmal für deine Tipps und dass du dir die Zeit genommen hast, mir so ausführlich zu antworten :Danke: . Damit hast du mir sehr weiter geholfen.


    Lg, Fragolina

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