Einschätzung der Werte

  • Hallo,


    ich möchte gerne, daß ihr mir eure Meinung zu meinen letzten Werten mitteilt.


    Ich lebe seit 2014 in Italien und war vor meinem Umzug gut mit 118,75 yg Euthyrox eingestellt.

    Hier meine Werte seit dem Umzug:

    25.11.15 TSH 0,16 uU/mL (0,27 - 4,20)

    fT4 1,56 ng/ml (0,90 - 1,70)

    fT3 3,05 pg/ml (2,00 - 4,40) unter 118,75 yg Euthyrox


    18.01.16 Vorstellung Endokrinologe mit der Feststellung ich sei in Überfunktion mit der Empfehlung auf 112 yg Euthyrox zu senken, was ich nicht gemacht habe, da es mir gut ging.


    05.01.17 Blutbild bis auf MCV und MCHC in Ordnung

    Zudem: Kalzium 9,3 mg/dl (8,1 - 10,5)

    Eisen 123 ug/dl (36 - 145)


    21.02.17 Kontrolle beim Endokrinologe (diesmal ein anderer)

    Hat meinen TSH gesehen und empfohlen auf 100 yg Euthyrox zu senken. Meine Einwendungen, daß ich keinerlei Überfunktionsymthome habe und ich mich schlechter fühle wenn ich es mache endeten mit einem quasi Rauswurf und mit der Feststellung ich würde mich nicht an die Terapie halten.

    Also habe ich auf 100 yg Euthyrox gesenkt. Befinden schlecht.


    02.05.17 TSH 1,22 uU/ml (0,27 - 4,20)

    fT4 1,35 ng/dl (0,90 - 1,70)

    fT3 1,97 (2,00 - 4,40)

    Antirezeptoren TSH 1,40 ( < 1,22)

    Daraufhin habe ich selbstständig auf 106 yg Euthyrox erhöht


    16.06.17 TSH 0,16 uU/ml (0,27 - 4,20)

    fT4 1,59 ng/dl (0,90 - 1,70)

    fT3 2,67 pg/ml (2,00 - 4,40) Befinden etwas besser aber nicht sehr gut.


    27.07.17 Kontrolle Endokrinologe (wieder ein anderer) sieht meinen TSH und sagt senken auf 75 und 100 yg Euthyrox im tägl. Wechsel.

    Daraufhin habe ich meinen früheren NUK in Deutschland kontaktiert mit der Bitte um seine Meinung.

    Antwort:

    Hallo, der Klassiker quasi 👍🏻 Dem Problem kann leicht abgeholfen werden. Sie haben eine periphere Konversionsstörung von fT4->fT3 , das kommt bei sehr häufig bei kleinen SD und langjähriger HT vor. Die Lösung: 100LT und 10yg T3 müsste passen. Dabei TSH ignorieren, das wird absinken, macht aber nichts.(=T3 Effekt). T3 gibts in Italien als "Liotir" Tropfen, 15 Tropfen müssten 10yg T3 entsprechen. Man kanns auch aufteilen 8 Trp. Morgens und 7 Trp Mittags. In ca. 8 Wochen dann die Werte nochmal nachmessen. Gute Besserung.


    Damit bin ich dann zu meiner Hausärztin gegangen und sie hat mir Liotir verschrieben.


    03.11.17 TSH 0,16 uU/ml (0,27 - 4,20)

    fT4 1,52 ng/dl (0,90 - 1,70)

    fT3 4,30 pg/ml (2,00 - 4,40) Befinden gut leichte Überfunktionssympthome unter 100 yg Euthyrox + 14

    Tropfen (9,94 yg) Liotir deshalb habe ich auf 100 yg Euthyrox + 10 Tropfen (7,10 yg) Liotir gesenkt.


    08.10.18 TSH 0,011 mU/L (0,320 - 5,000)

    fT4 1,17 ng/dl (0,70 - 1,48)

    fT3 2,83 pg/ml (1,71 - 3,71) Befinden nicht optimal aber relativ gut.


    10.01.19 Kontrolle Endokrinologe der hat meinen TSH gesehen und hat sofort die Überfunktion ins Spiel gebracht, deshalb hielt ich es für besser das Liotir erst gar nicht zu erwähnen, um meinen Hausarzt nicht in Schwierigkeiten zu bringen und weil es sinnlos ist auf die freien Werte hinzuweisen, da diese von den Endokrinologen meiner Meinung nach überhaupt nicht beachtet werden.

    Das Ergebnis war 4 Tage 75 und 3 Tage 100 yg Euthyrox zu nehmen.


    Ich bitte euch deshalb, euch das mal anzusehen und hoffe auf eine Rat von euch, da ich wirklich nicht mehr weiß ob die 4 verschiedenen Endokrinologen evtl. recht haben und ich meinen TSH hoch bringen muss evtl. auch mit freien Werten mit denen ich mich nicht wohl fühle.


    Liebe Grüße senseless

  • Zur Schilddrüse:


    Wenn es meine Werte wären, würde ich niemals an Senken denken.
    Im Gegenteil!


    Splittest Du Deine Dosierung?

    Das wäre für mich der erste Schritt.


    Das TSH ist ein Parameter, der nicht nur von der Schilddrüse beeinflußt wird.


    Sämtliche Vorgänge im Körper können auf ihn wirken.

    Auch Rauchen oder die Steroidhormone, sowie Alter, Ernährung, Lebensstil und Lichtverhältnisse werden bei der Höhe mitspielen.

    Es ist eines der Regulationshormone, die über das System Hypothalamus-Hypophyse gesteuert werden.


    Diese minimalistische Ansicht des TSH sollte eigentlich seit langem überwunden sein, scheint aber wieder sehr stark zugenommen zu haben.

    Da mangelt es an Fortbildung seitens der Docs, scheinbar nicht nur in D :heul:


    Durch Splitten entzerrst Du etwas den druck auf den Regelkreis.

    Keine gesunde SD dieser Welt kippt morgens ihre Tagesration aus, sondern verteilt dies nach Bedarf über den Tag.
    Das sollte man auch bei der Einnahme etwas mit berücksichtigen.


    Dafür hat es sich bewährt, das T4 2x täglich zu nehmen und T3 2-3x am Tag.

    LT morgens und abends auf der Bettkante

    T3 morgens, mittags und evtl. abends


    Ansonsten:


    Allein an der SD herumschrauben macht letztendlich keinen Sinn.

    Wenn Du magst, lies mal folgende Beiträge durch:


    Vorschlag für eine umfassende Diagnose

    Tipps zur Unterstützung der Gesundheit im Alltag


    Es ist aus unserer Sicht elementar wichtig, das komplette System "Körper" zu betrachten, nicht nur Ausschnitte.

    Je älter man wird, desto mehr Probleme sammeln sich an, die nicht nur über eine schiene gelöst werden können.


    Da Du nichts an Symptomen aufgelistet hast, kann ich keine konkreten Baustellen, die man mal checken sollte, anmerken.


    LGA

    "Frage den Kranken, ob er bereit ist alles aufzugeben, was ihn krank macht.
    Erst dann darfst Du ihm helfen"

    (Sokrates)

  • Hallo Augenstern,


    vielen Dank für deine rasche Antwort. Zu deiner Frage bzgl. des Splittens der Dosis: ich nehme morgens meine 100 yg Euthyrox und das T3 hatte ich auf 4 x so alle 4 Std. gesplittet.


    Mein Befinden war relativ gut nur daß ich nachmittags so gegen fünf einen Einbruch hatte in der Art, saß ich wegen Kleinigkeiten in die Luft ging.


    Seit 1 Woche nehme ich nur die 100 yg Euthyrox morgens und fühle mich antriebslos, schwach, der Blutdruck geht nachmittags rauf, meine Muskeln sind verhärtet, ich friere mit Phasen von Schweißausbrüchen, bin nachmittags hundemüde und meine Lymphknoten am Hals sind angeschwollen.


    Zudem habe ich immer wieder Probleme mit Kalkablagerungen auf den Sehnen (Schulter, Hüfte).


    Ich habe nicht vor alleine an der SD herumzuschrauben, deshalb habe ich mich auch hier im Forum angemeldet um Informationen zu bekommen die mir weiterhelfen.


    Ich werde jetzt erst mal versuchen zu splitten und meinen Hausarzt um ein großes Blutbild bitten und dann Schritt für Schritt vorangehen, ich denke das ist das vernünftigste.


    LG senseless

  • Seit 1 Woche nehme ich nur die 100 yg Euthyrox morgens und fühle mich antriebslos, schwach, der Blutdruck geht nachmittags rauf, meine Muskeln sind verhärtet, ich friere mit Phasen von Schweißausbrüchen, bin nachmittags hundemüde und meine Lymphknoten am Hals sind angeschwollen.

    Warum kein Liotir mehr?

    Zudem habe ich immer wieder Probleme mit Kalkablagerungen auf den Sehnen (Schulter, Hüfte).

    Kann mit zu niedrigen T4/T3 zusammenhängen, passiert bei einigen.

    Ich habe nicht vor alleine an der SD herumzuschrauben, deshalb habe ich mich auch hier im Forum angemeldet um Informationen zu bekommen die mir weiterhelfen.

    Ich meinte es nciht bezogen darauf, dass Du das allein machst, sonderndass man nicht nur auf die SD gucken darf und daran herum schrauben.

    Also immer überall hinschauen.

    Machen musst Du es wahrscheinlich eh allein, weil nur Du Dich wirklich kennst und auf die meisten Docs kein Verlass ist.

    Ich werde jetzt erst mal versuchen zu splitten und meinen Hausarzt um ein großes Blutbild bitten und dann Schritt für Schritt vorangehen, ich denke das ist das vernünftigste.

    Ja, aber langsam in 12,5er Schritten wöchentlich umbauen bis es Halbe/Halbe ist.

    Vielleicht auch das T3 wieder dazu?


    LGA

    "Frage den Kranken, ob er bereit ist alles aufzugeben, was ihn krank macht.
    Erst dann darfst Du ihm helfen"

    (Sokrates)

  • Hallo Augenstern,


    das Liotir habe ich nicht freiwillig abgesetzt sondern weil ich mich in einem Dilemma befinde. Um hier eine Befreiung für Bezahlung der Untersuchungen und der nötigen Medikamente zu bekommen muß man zum Spezialisten überwiesen werden in diesem Fall zum Endokrinologen. Diese haben hier ihre Meinung zu den TSH Werten und weichen davon nicht ab.

    Zudem bin ich durch diese vehemente Verteidigun der Sichtweise über den TSH hier zutiefst verunsichert.

    Das Liotir wurde mir von meinem Hausarzt verschrieben der sehr verständnisvoll ist und auch verstanden hat, daß man alle Werte zusammen betrachten muss und ich mich wohl fühlen muss und dem ich das Schreiben von meinem früheren NUK übersetzt habe.

    Du meinst ich soll das Liotir wieder nehmen?


    LG senseless

  • Naja, da würde ich, wenn es meine Werte wären, steigern, nicht senken!


    Ich denke, Du solltest unbedingt neue Werte machen, damit Du weißt, wie die Ausgangsbasis ist.

    Diese sind jetzt 3 Monate alt und unter anderen Voraussetzungen gemacht.


    TSH sackt bei T3 Gabe immer ab, steht sogar in manchen Ländern im Beipackzettel.

    Davon braucht man sich nicht verunsichern lassen, geht hier vielen so, schon seit Jahren, und sie haben keinerlei Probleme damit. :zwinkern:


    LGA

    "Frage den Kranken, ob er bereit ist alles aufzugeben, was ihn krank macht.
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    (Sokrates)

  • Ich für mich würde jedenfalls gleich wieder T3 dazu nehmen.

    Die Dosis würde ich dann auf 3x am Tag aufteilen.


    Allerdings langsam einsteigen mit 5µg pro Tag, steigern bis zur alten Dosis und dann halten, nach 4 Wochen wieder kontrollieren lassen.

    Danach sieht man ja, wohin die Reise ging.


    LGA

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    (Sokrates)

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