Wie hat es bei euch angefangen?

  • Hallo ihr Lieben,


    mich würde mal interessieren, wie Hashimoto bei euch angefangen habt. Es gibt ja manche die von heute auf morgen von Symptomen erschlagen wurden und andere bei denen sich das Ganze langsam eingeschlichen hat.


    :)

    hallihallo

  • Hallo,


    bei mir machte sich eine zunehmende Erschöpfung breit, die immer stärker wurde und nach ein paar Jahren in einem Zusammenbruch gipfelte. Hashimoto war schon diagnostiziert, aber unbehandelt, weil das keinen Arzt interessierte, und ich hatte damals keine Ahnung...


    LG

    Anaelle

  • Größenteils hat es damit angefangen, dass ich auf einmal Panikattacken und Angstzustände bekam, geschweige auch immer mehr am Zittern war und mehr und mehr abnahm.

    Dann bemerkte ich auf einmal ein Kloßgefühl im Hals und bekam Schluckbeschwerden, mit allen drum und dran. Schlafstörungen (aller Art), Heißhunger, Verstopfung / Durchfall war auch alles soweit im Programm.

    Bin auch von Arzt zu Arzt gewandert, in der Hoffnung eine Lösung zu finden. Alle meinten zu Anfang nur, es sei nur psychosomatisch.

    Bis dann letztlich Hashimoto festgestellt wurde...

  • Hallo,


    mein Kardiologe hatte mich auf meine Schilddrüsenwerte aufmerksam gemacht. Sie deuteten auf eine Überfunktion hin. Beim Endokrinologen bekam ich dann die Diagnose Hashimoto. Die Überfunktion war nur vorübergehend und eine Reaktion auf die Autoimmunreaktion meines Körpers.


    In den Folgejahren wurde ich regelmäßig untersucht (Blutwerte und Sonographie). Zunächst war keine Medikation erforderlich. Ich selbst hatte auch keinerlei Symptome (weder in Richtung Über- noch Unterfunktion).


    Erst ca. 7 Jahre setzten schleichend Beschwerden ein und ich bekam L-Thyroxin verschrieben.


    Seitdem werde ich immer engmaschiger untersucht und momentan bin ich bei 75 µ/Tag.


    Rückschauend betrachtet hatte ich damals großes Glück, an einen wirklich sehr guten Endokrinologen gelangt zu sein, der sofort auf die richtige Diagnose gekommen ist. Seitdem werde ich gezielt daraufhin untersucht und behandelt. Eine Odysee, wie sie so manches Forenmitglied erlebt hat, ist mir somit erspart geblieben.


    Herzliche Grüße


    Seven :Wink:

  • Hallo erstmal,


    also bei mir waren das eine Menge unterschiedlicher Symptome. Am Anfang hab ich das alles meinem Stress im Beruf zugeschrieben und nicht weiter beachtet.

    Erschöpfung v.a., Angstattacken, Tinnitus, Gewichtszunahme....

    Über 10 Jahre hat sich das dann vermehrt und schleichend gesteigert bis hin zum Vom-Stuhl-Kippen nach wochenlangen Flashs mit Schwindel, Ohnmachtsproblemen, Konzentrationsversagen.... Ich hatte das bis dahin alles ignoriert :ZombieWink:


    Aus der Distanz betrachtet bin ich ein Fall wie aus dem Lehrbuch gewesen....


    Leider wird einem ständig eingeredet fast alle krankhaften Erscheinungen wären psychosomatisch. Nach dem Motto "ein neuer Mann, zwei Wochen Urlaub und alles ist wieder gut, wirst sehen."

  • Rückschauend betrachtet hatte ich damals großes Glück, an einen wirklich sehr guten Endokrinologen gelangt zu sein, der sofort auf die richtige Diagnose gekommen ist.

    Hallo Seven,


    freut mich für dich, dass du großes Glück hattest:Daumen:

    Darf ich fragen, aus welcher Region Deutschlands du kommst.

    Ich bin nämlich grad auch auf der Suche nach nem kompetenten Endokrinologen, damit meine Odyssee vielleicht auch mal endet.


    Gruß

    Chris

  • Hi Chris,


    ich lebe im Ruhrgebiet.


    Leider ist mein damaliger Endokrinologe inzwischen im Ruhestand. Mein derzeitiger Arzt ist wohl fachlich ganz o.k. aber im persoenlichen Umgang nicht zu empfehlen. Ich bin nur mangels Alternative noch bei ihm.


    Gute Endokrinologen sind nicht leicht zu finden. :Durcheinander:


    Wuensche dir alles Gute.


    Herzliche Gruesse


    Seven

  • Ich hatte das schon als Kind und bin sozusagen damit groß geworden. Anders kenne ich es also gar nicht.

  • Hallo,


    ich muss das auch schon als Kind gehabt haben, so wie auch das PCOS. Ich habe als Kind und Teenager in Schüben an extremen Schmerzen gelitten und habe immer wieder zugenommen. Dazu kam später, dass ich meine Tage immer sehr unregelmäßig und mit extremen Schmerzen hatte, bis sie ganz ausblieben. Man hat zwar festgestellt, dass ich zu viel Testosteron im Blut hatte aber damals waren Autoimmunerkrankungen unter Ärzten wohl nicht so bekannt oder eher uninteressant. Erst vor zehn Jahren hatte eine Freundin die Idee, dass meine Beschwerden evtl. auf Morbus Cushing zurückzuführen seien (sie sah sehr gerne Dr. House). Mir hat das keine Ruhe gelassen und ich bin zu einem guten Endokrinologen gegangen. Das war dann wohl ein Treffer. Es war nicht Morbus Cushing aber raus kam eine Vorstufe der Diabetes, Hashimoto und PCOS. Ersteres braucht nicht Medikamentös behandelt zu werden, da ich das gut mit gesunder Ernährung im Griff habe. Hashimoto wird behandelt und PCOS nicht, da ich Metformin nicht gut vertrage.

    Ich bin der Einstellung, dass man zu den Medikamenten viel mit Ernährung beeinflussen kann. So achte ich darauf Salz ohne Jodzugabe zu kaufen, Soja vermeide ich wo es nur geht und ich verwende viel Entzündungshemmende Kräuter und Gewürze. Nur leider hilft es nicht beim abnehmen.