Hallo aus Düsseldorf

  • Hallo miteinander!


    Ich hab vor ein paar Monaten die Diagnose Hashimoto bekommen.


    - Geschlecht und Alter
    w 39


    - Deine Ernährungsgewohnheiten
    glutenfrei und fast vegan. Macht keinen Spass, ist aber notwendig wegen meiner Fibromyalgie


    - etwas von Deinem Lebensstil (Stress, Schlaf, Bewegung/Sport, …)
    Einschlafstörungen, Stress im Großraumbüro, Sport in homöopathischen Dosen (Yoga, gelegentlich Tanzen oder Schwimmen)


    - Rauchen, Drogen?
    Nein und Nein


    - Amalgamfüllungen, Impfungen, Tattoos?
    Amalgam viele Jahre lang und reichlich, bis vor einem Jahr. Die Entfernung wurde vorsichtig gemacht, eine Schwermetallausleitung hat der Zahnarzt aber nicht gemacht.
    Impfungen: das übliche als Kind + Hep B in 2006
    Keine Tattoos


    - Welche Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel nimmst Du? Auch hormonelle Verhütung falls weiblich.
    Ein paar Vitamine (B, D, Magnesium)


    - Gibt es OP’s oder andere Eingriffe, die Du schon hinter Dir hast?
    Ja, ein paar, aber nichts was mit der Schilddrüse zu tun hat


    - Was hast Du schon alles ausprobiert, damit es Dir besser geht?
    Ernährungsumstellung (glutenfrei, milchfrei, Kaffeereduktion) => deutliche Verbesserung
    L-Thyroxin für ein paar Monate (25, dann 50) => kein Unterschied
    Mehr Sport => keine Verbesserung
    Reichlich verschiedene Vitamine und Nahrungsmittelergänzungen => keine Verbesserung
    und ich hab Unmengen von Zeit und vor allem Geld in Labordiagnostik gesteckt. Ich lasse alles testen was ich finden kann: Schwermetalle, Darmflora, nitrosativer Stress, Vitamine, Neurotransmitter etc.


    - Wie sehen Deine Werte und sonstigen Berichte aus?


    2014-08-23 T3 frei 3.1 pg/ml
    2014-08-23 T4 frei 9.4 pg/ml
    2014-08-23 TSH-Rezeptor-AK <1
    2014-08-23 TSH-Rezeptor-AK 3390 µU/l


    2016-06-29 TPO 172 U/ml
    2016-06-29 TRAK <0.3 IU/l
    2016-09-30 TSH basal 3.02 mU/l
    2016-09-30 T4 frei 1.01 ng/dl
    2016-09-30 T3 frei 2.7 pg/ml


    --- Thyroxin 25 Einnahme begonnen am 1.11.2016
    --- Thyroxin auf 50 erhöht im Dezember
    2017-01-25 TSH basal 1.84 mU/l
    2017-01-25 T4 frei 1.22 ng/dl
    2017-01-25 T3 frei 2.8 pg/ml
    -- Thyroxin Anfang Februar abgesetzt weil keine Verbesserung des Befindens


    Ich erweitere den Fragebogen um:
    - sonstige Krankheiten:
    Fibromyalgie, Lebensmittelunverträglichkeiten (insbesondere Gluten trotz negativem Zöliakietest), Nebennierenschwäche


    - familiäre Vorgeschichte:
    die Hälfte der Familie hat Schilddrüsenprobleme und nimmt Tabletten. Meine Schwester ist am schlimmsten betroffen und hat schon seit Anfang 20 eine deutlich ausgeprägte Hashimoto, die aber inzwischen stabil einstellt ist (irgendwo um 125 ist ihre Dosis, glaub ich). Ich bin deswegen seit 15 Jahren regelmässig von meiner Familie zum Ultraschall geschickt worden, der bis neulich (vor einem halben Jahr ungefähr) unauffällig war und jetzt aber inzwischen doch das typische Muster für Hashi zeigt. Hinsichtlich der Größe ist die Schilddrüse unverändert.


    - warum bin ich hier?
    Weil ich:
    1) keinen Endokrinologen in Düsseldorf gefunden habe der etwas taugt (Leidensgeschichte gerne auf Anfrage) und mein Hausarzt bemüht sich zwar sehr aber ich würde doch gerne einen Fachmann vor Ort haben. Mein aktueller Endo ist in Köln und mir wird die Fahrerei zu blöd. Ich freue mich daher SEHR über Empfehlungen.
    2) hoffe daß irgendjemand mir erklären kann warum es mir trotz Thyroxin überhaupt nicht besser ging. Ich habe gelesen daß man auch Probleme mit der Umwandlung von T4 in T3 haben kann, aber da mein nächster Termin beim Endo erst in vielen Monaten ist und man sowieso nie zuviele Zweitmeinungen haben kann fände ich es spannend zu erfahren, ob und wie man sowas eurer Meinung nach testen lassen kann.


    Danke für eure Aufmerksamkeit und liebe Grüße! <3

  • Hallo frigggja :Wink:


    Herzlich willkommen im Forum!


    Unseren Fragekatalog hast Du ja schon abgearbeitet :) , prima.


    Deine Probleme sind unschön, doch nicht untypisch.


    Einige Fragen, die ich noch mal genauer stellen möchte


    - schreib mal noch, wenigstens zu den letzten Werten die Referenzbereiche.
    - gibts einen Diagnose-Ergebnistext, der etwas über die Größe Deiner SD aussagt?
    - welche Operationen? Auch Dinge die Du nicht unbedingt auf die SD beziehst sind für die Gesamtbeurteilung wichtig.
    - Pille? Ist, oder war die mal im System?


    Also, wenn ich die Werte, auch ohne Referenzbereich läßt sich das sagen, so anschaue, hattest Du niemals genügend Hormone genommen.


    25 und 50 µg sind Anfänger-Dosierungen, da hätte nach 6-8 Wochen einfach nochmal gesteigert werden müssen.
    Das ist so, weil wenn man bei einer SD die selber noch produzieren kann, von außen Hormone zuführt, dann funktioniert der Regelkreis so, daß die Eigenproduktion heruntergeregelt wird.


    Das ist gewollt, auf diese Art und Weise möchte man die SD entlasten, damit sich auch die Entzündung beruhigen kann.


    Dewegen wäre es wahrscheinlich besser gewesen, wenn Du, statt das Mittel wegzulassen, in Absprache mit Deinem Arzt, die Dosis erhöht hättest.


    Die Punkte kannst Du auch im Hauptforum beantworten.
    Die weitere Diskussion dort, wäre vlt auch hilfreich, die neuesten Blutwerte, als Datei hochzuladen.
    Nei, ich meine nicht nur die SD-Werte. Überklebe alle Namen, abfotografieren und einstellen.


    Beste Grüße :Wink:
    ardnowa

    „Wer nicht handelt, dem wird auch der Himmel nicht helfen.“
    - Sophokles -

  • Hallihallo und vielen Dank!


    Ich beantworte Deine Fragen direkt hier, dann ist alles schön beisammen. Vielleicht mach ich dann noch einen Thread im Hauptforum auf mit meinen konkreten Fragen, oder?


    Ich habe keinen Button gefunden um meinen anderen Beitrag zu editieren, deswegen kopiere ich nochmal die Blutwerte hier hinüber um die Referenzbereiche nachzutragen:


    2014-08-23 T3 frei 3.1 pg/ml Ref: 1.8-4.2
    2014-08-23 T4 frei 9.4 pg/ml 7.0 - 18
    2014-08-23 TSH-Rezeptor-AK <1 Ref: < 1
    2014-08-23 TSH-Rezeptor-AK 3390 µU/l Ref 0.4 - 3.5
    Noch was gefunden in den alten Papieren:
    2014-08-23 SD-Peroxidase-AK 155 U/ml Ref: 35, vom Labor als erhöht markiert
    Ferritin 13 ng/ml Ref 20 - 186 von Labor als zu wenig markiert
    Vitamin D3 16 ng/ml Ref: 20-50 von Labor als zu wenig markiert
    ( Eisen und Vitamin D substituiere ich seit Jahren immer mal wieder und lasse das auch inzwischen regelmässig kontrollieren, ist inzwischen immer im Normbereich)


    2016-06-29 TSH basal 3.85 mU/l Ref: 0.27 - 4.2
    2016-06-29 TPO 172 U/ml Ref: < 34, vom Labor als erhöht markiert
    2016-06-29 TRAK <0.3 IU/l Ref: < 1.0


    2016-09-30 TSH basal 3.02 mU/l Ref: 0.27 - 4.2
    2016-09-30 T4 frei 1.01 ng/dl Ref: 0.93 - 1.7
    2016-09-30 T3 frei 2.7 pg/ml Ref: 2-4.43


    2017-01-25 TSH basal 1.84 mU/l Ref: 0.27 - 4.2
    2017-01-25 T4 frei 1.22 ng/dl Ref: 0.93 - 1.7
    2017-01-25 T3 frei 2.8 pg/ml Ref: 2-4.43


    Ich bekomme nächste Woche frische Werte und werde die dann hier nachtragen.


    Diagnose-Ergebnistext:
    2014 hieß es: "Klinisch euthyreot., guter AZ, EZ. Normal große Schilddrüse: Rechts 3,2 ml, links 2,7 ml mit etwas aufgelockerter Binnenstruktur, vereinbar mit einer Autoimmunthyreopathie".
    Im letzten Herbst schrieb mein neuer Endo:
    "SONOGRAPHIE (7.5 MHz):
    Normal große Schilddrüse mit einem Volumen von 13-14ml (Norm der Gesamtschilddrüse : bis 18ml). Es zeigt sich ein fleckig inhomogenes teils echoarmes Schallmuster beideits, typisch für eine Autoimmunthyreopathie. In beiden Schilddrüsenlappen zeigen sich multiple echoarme Läsionen mit einem max. Durchmesser von bis zu 0.6 cm. Differentialdiagnostisch kann es sich hierbei auch um Herde verstärkter thyreoiditischer Aktivität handeln


    BEURTEILUNG


    Verdacht auf Autoimmunthyreopathie (Hashimoto-T) bei normal großer Schilddrüse. Differentialdiagnostisch kann es sich hierbei auch um Herde verstärkter thyreoiditischer Aktivität handeln. Anhand der freundlicherweise überlassenen Laborwerte zeigt sich eine euthyreote Stoffwechsellage. Dabei ist der TSH basal-Wert (insbesondere nach neueren Kriterien) doch mehr im oberen Normbereich lokalisiert bzw als erhöht zu werten. Hier ergibt sich der Verdachta uf eine subklinische Hypothyreose. Erhöhte TPO-Antiköprer als Hinweis auf ein autoimmunes Geschehen."


    Operationen:
    - als Kind hatte ich eine OP an den Ohren
    - 2006 Fußgelenk gebrochen
    - 2016 Nasennebenhöhlen/-Nasenwand korrigiert
    - ein oder zwei Magenspiegelungen
    - Zahnimplantat
    - Dutzende kleinerer Sachen beim Hautarzt, Muttermale rausschneiden und dergleichen


    Pille: hab ich mal ungefähr ein Jahr lang genommen. Das muss so um 1997 gewesen sein. Hab mich damit ständig irgendwie unwohl gefühlt und dann abgesetzt.


    Ich glaube Du könntest Recht haben mit Deinem Denkansatz daß ich das einfach hätte höher dosiert nehmen sollen. Meine Schwester (auch Hashi) hatte die selbe Theorie. Mein Hausarzt hingegen meinte daß wir es weglassen können wenn es nichts bringt, was ich dann auch gerne getan hab weil ich mich zu der Zeit ständig leicht unwohl und unruhig fühlte (das ist jetzt übrigens verschwunden, aber wer weiß wo das hergekommen ist. Das kann ja irgendwas anderes gewesen sein.). Ich hätte das damals auch lieber mit dem Endokrinologen abgesprochen anstatt selber Entscheidungen zu treffen, aber bei dem muss man leider immer 5 Monate auf einen Termin warten, und Geduld ist leider keine meiner Stärken :D


    Interessanter Nachtrag vielleicht noch: Schwermetalle. Anfang des Jahres wurden Chrom und Kobalt als erhöht gemessen, 2014 waren es Aluminium, Kupfer, Quecksilber und Zink. Die Werte von 2014 sind jetzt aber laut anderem Labor wieder unauffällig (ohne spezielle Therapie... :Durcheinander: )


    Danke schonmal für alles und liebe Grüße!

  • Nachtrag: Darmflora-Diagnostik von medivere im Januar diesen Jahres.
    Escherichia coli ist viel zu hoch mit 6 x 10^8 (Soll: 1x10^6 - 9x10^7)
    Enterococcus species auch zu hoch 8x10^8 (Soll: 1x10^6 - 9x10^7)
    Fett im Stuhl war zu hoch mit 5.5 g/100g (Soll: < 3.5 g)
    und Eiweiss im Stuhl auch ein bischen mit 1.3g/100g (Soll: < 1)
    ph grenzwertig: 6.5 (Soll: 5.5 - 6.5)


    Alles andere (Pilze, Pankreas- und Gallensäuren, Stärke, Zucker, ein Dutzend anderer aerober und anaerober Leitkeime) war unauffällig.

  • Hallo frigggja


    Willkommen im Forum. :Wink:


    Ich bin auch auf der Suche nach einem guten Arzt und bereit dafür weit zu fahren.
    Bist du mit deinem Endo in Köln zufrieden?


    LG
    Lia

  • Hallo Van,


    ja, du musst deinen Hausarzt darum bitten, dass er dir die Werte ausdruckt. :-)