Glutensensitiv oder ATI-Sensitiv & Symptome

  • Ich hadere schon ganz lange mit dem Glutenthema. Einerseits finde ich es einfach, ein paar Wochen darauf zu verzichten. Aber 100% verzichten fällt mir dann doch extrem schwer. Nicht deshalb, weil es mir unmöglich erscheint, sondern weil ich zu wenig motiviert bin, etwas permanent durchzuziehen, wenn ich nicht sicher sein kann, dass es meinem Körper wirklich nicht guttut. Austesten kann man das ja bis heute nicht direkt. Es gibt nur Hinweise.


    Natürlich habe ich mich eingehend informiert. Alle Gluten-"Päpste" sagen ja, dass Gluten für niemandem gut ist, auch für ganz Gesunde nicht. Glutenhaltige Nahrungsmittel sind für die Spezies Mensch einfach nicht verträglich.

    Das motiviert mich zwar, jedoch frage ich mich dann doch, warum 90% der Menschen in meiner Umgebung glutenhaltige Produkte essen und sehr gesund sind.


    Des Weiteren habe ich mich mal mit ATI beschäftigt. Prof. Dr. Schuppan forscht daran seit langer Zeit. Er ist überzeugt, die allermeisten Menschen seien nicht Gluten-sensitiv, sondern ATI-sensitiv. ATIs sind Proteine, die aber fast in den gleichen Lebensmitteln vorkommen wie jene mit Gluten. Darum würde das verwechselt. Und er ist auch der Meinung, dass eine ATI-Sensitivität nicht permanent ist. Wenn man Getreide für eine Weile weglässt, erholt sich der Darm und man verträgt es wieder. Schuppan setzt sich auch dafür ein, dass Getreide in der EU wieder so angebaut wird wie früher, als das Getreide nahezu ATI-frei war.


    Also hier zwei Meinungen, und es gibt ja noch viele mehr...


    Persönlich habe ich aus diesem Grund Mühe damit, mich etwas zu verschreiben, was mir auf Dauer extrem schwer fällt. Zudem habe ich bislang noch nie Symptome bemerkt als Reaktion auf glutenhaltige Lebensmittel. Letztes Jahr habe ich Gluten für 4 Monate gemieden. Es ging mir tatsächlich etwas besser, nur habe ich gleichzeitig meinen Candida und meinen Parasiten ausgemerzt, was natürlich genauso für die Verbesserung spricht. Als ich dann wieder Brot & Pasta gegessen habe, hatte ich kein Symptom. Weder von der Verdauung her noch sonst.


    Da frage ich mich aber, ob diese Entzündungen auch vonstatten gehen können, wenn man keine Symptome hat.

    Bei uns Hashis stelle ich mir vor, dass unser Immunsystem ja sowieso schon heftig auf jede Schwankung reagiert, also eventuell auch auf Mikroentzündungen im Darm, die von der Verdauung her nicht einmal Symptome verursachen.


    Ihr seht, ich versuche herauszufinden, ob das Gluten-Ding wirklich so ist, ob es doch ATIs sind, die uns schwächen … oder ob ich von der opiatähnlichen Wirkung des Glutens so beeinflusst werde, dass ich es … :ZombieWink: einfach nicht einsehen will ^^.

  • Zitrone,


    Ihr seht, ich versuche herauszufinden, ob das Gluten-Ding wirklich so ist, ob es doch ATIs sind, die uns schwächen …

    Du bist ja schon auf einer guten Spur ...... weglassen ist vlt nicht bequem, aber nicht unmöglich und sicher


    Es würde ja ev. ausreichen alle Produkte aus hochgegezüchtetem modernem Billig-Weizen, der mit früheren normalen Weizensorten nichts mehr gemein hat, denn den Namen, zu meiden.


    Das bedeutet natürlich, man kann nicht mal schnell Bäcker und ein Stückle oder ein Brötchen holen, außer in den paar Bio-Bäckereien, die solche Produkte auch ohne Weizen führen.....


    Für die eigeneProduktion, die immer sicherer ist, gäbe es genügend Ausweichprodukte Dinkel, Emer, Einkorn, Buchweizen ...... usw.

    Genügend Gründe dafür sind nachzulesen z.B. hier:


    »Dumm wie Brot« - David Perlmutter

    "Weizenpampe" - William Davis

    http://edubily.de/2015/08/gluten-verzicht-abnehmen/


    Das kennst Du aber bestimmt alles

    … oder ob ich von der opiatähnlichen Wirkung des Glutens so beeinflusst werde, dass ich es … :ZombieWink: einfach nicht einsehen will ^^ .

    ...... da könnte was dran sein :Durchgeknallt: :BigGrins2:


    LG

    ardnowa

    „Wer nicht handelt, dem wird auch der Himmel nicht helfen.“
    - Sophokles -

  • Danke für deine Antwort ardnowa!


    Ich wäre sicherlich nicht zu faul, mir ein Leben lang eigene Kornprodukte zu backen und vorzubereiten. Bei mir ist aber die Motivation noch zu schwach, weil ich mich nach ein paar Wochen oder Monaten dann frage: Tu ich das eigentlich alles umsonst? Was, wenn es gar nicht wahr ist? Oder auf mich gar keinen Einfluss hat? Das ist eben bei mir der Knackpunkt.

    Ich bin da einfach etwas penibel, funktioniere nur, wenn ich von etwas restlos überzeugt bin. Daher suche ich wohl noch nach extrem überzeugenden Argumenten.


    Ja, die Bücher kenne ich :-) Die sind schon gut geschrieben und sie haben mich auch eine Weile animiert.

  • Ein sehr gutes Buch für Gluten & Co ist

    "Die ganze Wahrheit über Gluten" von Prof. Dr. A. Fasano


    Blöder Titel aber guter Inhalt

    "Frage den Kranken, ob er bereit ist alles aufzugeben, was ihn krank macht.
    Erst dann darfst Du ihm helfen"

    (Sokrates)

  • Hat jemand von euch Erfahrungen mit Emmer oder Einkorn?

    Ich backe fast nur mit Einkorn.

    Es verhält sich von den Backeigenschaften ähnlich wie Weizen.


    Die Backwaren sind aber gelber und etwas süßlicher, also eher ein Korn für süße Sachen.


    Mit Emmer habe ich nicht so viel Erfahrung.

    Nudeln klappten prima, Kuchen und Brot habe ich noch nicht damit gemacht.

    "Frage den Kranken, ob er bereit ist alles aufzugeben, was ihn krank macht.
    Erst dann darfst Du ihm helfen"

    (Sokrates)

  • Gut, ich ringe mich jetzt wieder mal durch, um glutenfrei zu essen. Hab am Montag begonnen. Bislang bin ich noch etwas groggy wie immer am Anfang, wenn ich das weglasse. Brain fog lässt grüßen. Ich habe mir vorgenommen, es mindestens 5 Monate zu schaffen und dann weiterzuschauen. Wenn ich nicht zu sehr leide, dann wäre ein 1 am besten. Da würde ich wohl wirklich sehen, ob es mir dauerhaft hilft oder nicht.


    Ist Einkorn tatsächlich glutenfrei? Ich habe das jetzt mal bei Google eingegeben und mir zwei Sorten angeschaut. Da stand nirgends, dass es glutenfrei ist.


    Augenstern

    Ja, das Buch von Fasano könnte ich mir eigentlich mal zulegen. Was ich bisher von ihn gehört habe, finde ich interessant und auch glaubwürdig.

  • Ist Einkorn tatsächlich glutenfrei? Ich habe das jetzt mal bei Google eingegeben und mir zwei Sorten angeschaut. Da stand nirgends, dass es glutenfrei ist.

    Wie Anaelle schrieb, es ist nicht glutenfrei!


    Aber es ist ein Urgetreide, nicht verzüchtet.

    Dadurch enthält es nicht nur wenig Gluten, sondern vor allem auch kaum bis gar kein Gliadin.


    Sehr oft ist nicht das Gluten das Problem, sondern das Gliadin.

    In gutem Biogetreide übrigens auch kaum vorhanden.

    Dabei auf die Qualitätssigel achten:

    Demeter

    Bioland

    Naturland

    Demeter hat die strengsten Richtlinien und ist meistens am bekömmlichsten.


    Ich kenne Leute, die können ab und zu Demeterweizen essen, nicht aber konventionellen Weizen.

    "Frage den Kranken, ob er bereit ist alles aufzugeben, was ihn krank macht.
    Erst dann darfst Du ihm helfen"

    (Sokrates)

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